Freitag, 6. April 2018

Die Liebe der Tiere

Sind sie nicht entzückend, die beiden? Wie sie - wie ein altes Ehepaar - zusammen vor dem Ofen sitzen und sich vom Feuer wärmen lassen? 💕
Eine neue Katze ins Haus zu holen, ist ja immer ein etwas gewagtes Unterfangen. Uns war das sehr wohl bewusst, als wir im vergangenen Sommer beschlossen haben, dass wir zu unseren beiden Damen gerne noch eine dritte Katze hätten.
 
Sympathie oder eben auch Antipathie gibt es bei Tieren genauso wie bei Menschen und ich glaube, bei Katzen ist das ganz besonders ausgeprägt... 😉 So haben wir uns ausführlich informiert und auch beraten lassen, und schlussendlich fiel die Wahl auf Diego. Maine Coons gelten als besonders sozial, ausserdem sind Kater eher bereit sich zu unterwerfen als Kätzinnen und tragen mit diesem Verhalten zusätzlich zur Konfliktvermeidung bei. Bei uns hat es bestens funktioniert und wir sind sehr froh darüber, dass insbesondere zwischen Shiva und Diego eine schöne Katzenfreundschaft entstanden ist.
Passend zu diesem Thema hat mir der Verlag Goldmann das Buch "Die Liebe der Tiere" von Claude Béata zur Verfügung gestellt, welches ich euch heute vorstellen möchte.
 
Das Cover und auch der Klappentext haben mich total angesprochen und ich dachte, dieses Buch würde ich regelrecht verschlingen. Ich glaube, den meisten von euch geht es wohl ähnlich, oder?

"Warum adoptiert die Löwin Kamuniak ein kleines Antilopenjunges, warum kann sich Salsa, der Papagei, nicht von seiner Besitzerin trennen und warum stirbt der kleine Schimpanse Flint nur acht Tage nach dem Tod seiner Mutter? Dies alles sind Phänomene der emotionalen Bindung, für die wir Menschen ein Wort kennen: Liebe. Der Veterinär und Psychologe Claude Béata macht auch bei unseren Mitgeschöpfen dieses Gefühl als fundamentale Antriebskraft des Zusammenlebens aus und nimmt uns mit auf die Reise in diese Terra incognita. In berührenden Beispielgeschichten gibt er Auskunft über die Fähigkeit der Tiere zu lieben, schildert ihre Empathie, Zärtlichkeit und Eifersucht und zeigt, wie ähnlich sich menschliche und tierische Gefühle sind. Seine Beobachtungen tauchen auch unsere menschlichen Beziehungen in ein neues Licht und befähigen uns, sie besser zu verstehen"
Leider war das Buch dann aber gar nicht  so, wie ich es mir vorgestellt habe. Natürlich gab es die versprochenen Beispielgeschichten - allerdings mit sehr viel Theorie und Fachwissen verknüpft, so dass ich mir beim Lesen eher wie in einer Schulstunde vorgekommen bin als dass es wirklich unterhaltsam oder anrührend war.
So habe ich schlussendlich sehr viel in diesem Buch nur quer- oder gar nicht gelesen. Es ist nicht schlecht - aber halt auch nicht die eher leichte, gut zu lesende und unterhaltsame Lektüre, die ich mir erhofft hatte.
Trotzdem weiss ich mit absoluter Sicherheit, dass auch bei Tieren Gefühle wie Liebe, Freundschaft, Sorge, Eifersucht - die ganze Bandbreite an Empfindungen halt - eine grosse Rolle spielen und oftmals sehr stark ausgeprägt sind. Das funktioniert auch artübergreifend, und im Geiste sehe ich jetzt alle jene Leser, die ihr Leben mit einem Tier teilen, heftig mit dem Kopf nicken. Bestimmt könnte jeder dazu ganz viele Geschichten erzählen, oder?
Bei uns ist es so, dass Indra und Shiva Fremden gegenüber sehr zurückhaltend sind, Diego hingegen mag ALLE - egal ob Mensch oder Tier. Er rennt immer zur Haustüre wenn jemand klingelt, um die Leute dann zu begrüssen (und sich streicheln zu lassen, logisch...). Aber dennoch hat er eine klare Favoritin: Shiva. Sobald sie irgendwo in seiner Nähe auftaucht, ist alles andere vergessen, er läuft gurrend zu ihr hin, reibt sein Köpfchen an ihr und lässt sich von ihr putzen. Da geht mir schon das Herz auf. 😍
Diegos Liebe wird von Shiva zwar erwidert, aber ich bin ihr wichtiger als der kleine Katzenmann. Wenn ich sie zu mir rufe, lässt sie alles stehen und liegen - auch Diego.
Und Inda... Ja, Indra ist eine ganz Spezielle mit eigenem Kopf. Wenn sie schmusen will, dann muss geschmust werden. Und wenn man es versucht obwohl sie nicht will, riskiert man durchaus auch mal einen Tatzenhieb. Egal ob Mensch oder Katze.

Für mich ist es immer wieder auf's Neue faszinierend zu sehen, wie jedes Lebewesen seine eigene Persönlichkeit hat.

Habt ein schönes Frühlingswochenende!

Liebe Grüsse,
Nadia

Kommentare:

  1. Liebe Nadja,
    danke, danke für den Buchtipp. Da schaue ich doch gleich einmal in die Buchhandlung. Das klingt ganz wunderbar.
    Hab ein feines Wochenende und fühl dich gedrückt
    Elisabeth

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  2. ja.. unsere lieben Fellnasen ..
    du hast aber auch Prchtexemplare
    schön dass sie sich alle vertragen ..
    eine Tochter hat auch 3 plus 2 Hunde ;)

    liebe Grüße
    Rosi

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  3. Liebe Nadia,
    vielen Dank für die schöne Buchvorstellung. In Kombination mit den tollen Fotos von deinen Miezen und ihren Geschichten ist dieser Post ganz zauberhaft. Vielen Dank auch für die schöne Osterkarte. Sie ist heute angekommen und ich habe mich sehr gefreut.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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  4. Liebe Nadia, einen süssen Zuwachs hast Du jetzt zuhause. Es ist schön, dass sich alle 3 so gut vertragen. Deine Bilder sind wie immer wunderschön.
    Herzlich Susanne

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  5. Wir haben auch eine neue Katze... im Nachbargarten.
    Aber ich glaube, bei uns im Garten gefällt es ihr sehr, denn immer wenn ich draußen bin, maunzt es und sie kommt angehuscht.
    Dir einen schönen Abend mit den drei süßen, lieben Gruß
    Nicole

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  6. Hallo liebe Nadia,
    einige Fotos kenne ich ja schon von Insta ♥ aber heute mache ich mal wieder eine Blogrunde.
    Deine Fellnasen sind so süß, ich könnte sie jetzt knuddeln... schön das sie sich so gut verstehen.

    Oh ja 😍 ich nicke kräftig den Kopf 😂 Tiere sind etwas ganz wunderbares und ich erinnere mich immer wieder gern an Frau Sandy und Herrn Felix. Die beiden waren ein Herz und eine Seele, obwohl sie Hund und Katze waren. Aber sie haben sich gegenseitig beschützt, miteinander gespielt oder zusammen das Grundstück verteidigt.

    Ich wünsche Dir eine schöne entspannte neue Woche
    Liebe Grüße
    Biggi

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  7. Hallo unbekannter Weise :)

    Ja,das unsere Fellnasen so ihre eigenen Persönlichkeiten haben,wurde mir jetzt quasie wieder auf dem Silbertablett serviert.
    Mein Mann und ich hatten uns eigentlich den Wunsch nach einem eigenen Hund erfüllen wollen. Jetzt endlich wo Eigentum und Garten vorhanden.
    Wir wurden fündig im Tierschutz und es zog eine kleine Mixdame von 6 Monaten ein. Natürlich hatten wir Unsicherheiten wegen unserer drei Katzenmonster. Nur das unsere kleinste Dame hier dermaßen Probleme haben wird,das wir den Hund wieder abgeben mussten,damit hatten wir nicht gerechnet. Sie hatte nämlich "mal eben" das futtern eingestellt und befand sich quasie eine Woche im Hungerstreik (unterbrochen von Päppelportionen Thunfisch-Reis-Dosen....reguläres Futter ging aber gar nicht) Zuvor wohnte sie quasie 2 Wochen auf dem Wohnzimmerschrank vor Panik.
    Die Woche Hungerstreik reichte uns um zu sehen das sie ernsthaft nicht damit zurecht kommt und das unsere "Entschärfungsmaßnahmen" wie z.B Hund am Tage mit dem Mann ins Büro etc. ihr auch nicht reichten.
    Zudem wirbelte es in negativer Hinsicht die Katzen durcheinander. Sie wurden aggressiv untereinander,zu uns (wir wurden durch die Bank nacheinander heftig gebissen ...auch von Ian der in seinem Leben noch NIE gebissen hat) sie hörten auf zu spielen und und und.
    So blöd es war,so leid es uns auch für die kleine Hundemaus tat,es half nichts. Auf Teufel komm raus es jetzt noch weitere 4-6 Wochen probieren um zu gucken ob es nicht doch klappt,war uns zu gefährlich im Hinblick auf Merle´s Fressverhalten.
    Immerhin traf es den Hund gut,sie kann auf ihrer Pflegestelle endgültig bleiben,wo es ihr auch gut gefiel,sie sich wohlfühlt und noch 2 Hundekumpels für Blödsinn hat :) Das war ein kleines Trostpflaster.

    Und nun bade ich die durchgewirbelte Katzentruppe aus und hoffe das sie sich in ein paar Wochen wieder beruhigt und zu sich selbst gefunden haben. Immerhin fraß Merle schnell wieder,als sie merkte das kein kleiner "böser" Wolf mehr da war.
    Langsam fangen sie wieder an zu spielen und Blödsinn zu machen ;) Und wenn ich sie so beobachte,merke ich das es die richtige Entscheidung war. Selbst unserem mittleren Kater war´s zuviel. Ian ist wohl ähnlich wie dein Diego vom Wesen her. Offen,liebt alles und jeden,super friedlich (hat noch NIE gefaucht in seinen fast 6 Jahren,geschweige denn gebissen) flitzt auch jedes Mal zu Tür wenn´s klingelt um zu gucken ^^ Je mehr Leute desto besser ... mehr Hände zum kraulen,mehr Aufmerksamkeit ;) Und wenn so eine Sanftmut in Katzenperson gestresst ist und beißt,will das was heißen.

    Eine schöne Restwoche dir,
    Liebe Grüße
    Blackmoon

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  8. Hallo Nadia,
    wie schön Du Deine Katzen beschreibst. Und ja, jede hat so seine Eigenart. Unser Kater ist ja eher der Schüchterne umso mehr sind wir die letzten Wochen seit der Hobbyraum renoviert wird, verwundert, weil er jeden Abend zu irgend einem von uns hinhüpft und sich auf ihm nieder lässt. Das gab es in all den vielen Jahren nie, denn er ist eher der Scheue. Nun denn, wir genießen es und stöhnen, weil er ja nun doch nicht der Leichteste ist. *g*
    LG zu Dir und komm gut durch die Woche
    Manu

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