Dienstag, 28. Februar 2017

Frühlingsahnung und 12tel-Blick

Der Frühling macht sich bemerkbar. Letzte Woche hatten wir Temperaturen bis 16 Grad und im Garten zeigen sich die ersten tapferen Frühlingsboten.
Die Winterlinge haben schwer gelitten, weil wir vor einem Jahr den Gartenteil umgestaltet haben, in dem sie wachsen. Einige haben das Gewühle und die Graberei jedoch überlebt und ich gehe davon aus, dass sie sich wieder fleissig vermehren werden.
Die Schneeglöckchen werden von Jahr zu Jahr mehr, was mich sehr freut. Wenn sie verblüht sind, werde ich von den grössten Gruppen einen Teil abstechen und an einem anderen Ort im Garten wieder einpflanzen.
Irgendwann möchte ich überall im Garten Schneeglöckchen haben. 😍
Es ist jedes Jahr wieder faszinierend, wie unterschiedlich die Blüten sind.
Die gefüllten Varianten scheinen sich ein bisschen zu zieren und nicht so fleissig zu vermehren wie die einfachen.
Dieses Jahr blühen zum ersten Mal auch die Märzenbecher. Mehrere Versuche, sie in meinem Garten anzusiedeln, sind leider fehlgeschlagen. Aber nun habe ich offenbar den richtigen Platz für sie gefunden.
Und auch das Leberblümchen zeigt die ersten Blüten. Wunderschön diese Farbe, findet ihr nicht auch?

Aber auch wenn der Frühling sich erahnen lässt - richtiges Draussen-Wetter haben wir noch nicht. So bietet es sich natürlich an, im Haus etwas zu werkeln. Beispielsweise zu nähen. Dazu habe ich euch wieder einen guten Buchtipp:
Taschen-Glück
von Ruth Laing
erschienen im Verlag Bassermann

Taschen kann man nie genug haben. Wenn die Anleitungen dazu dann auch noch von Ruth Laing stammen, kann nichts schief gehen.
Ich mag die Bücher von dieser Autorin sehr gerne, weil immer alles gut beschrieben und schön bebildert ist, so dass das Nacharbeiten Freude bereitet und auch der eigenen Kreativität Platz lässt.
Die Kulturtasche kann beispielsweise mit praktischen zusätzlichen Innenfächern ausgestattet werden, um Platz und sicheren Aufbewahrungsraum für kleinen Krimskrams zu schaffen.

Selbstverständlich erhält der Leser auch in diesem Buch wieder allgemeine Hinweise zu Material, Werkzeug & Co., und auch wertvolle Tipps und Tricks sowie bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleiungen fehlen nicht. 
Besonders toll finde ich, dass Frau Laing nur selten mit Schnittmustern arbeitet, sondern dass für viele der Taschen einfach rechteckige Stoffstücke nach angegebenen Massen zugeschnitten werden können. So kann man direkt und spontan mit der Arbeit beginnen, ohne vorher noch lange kopieren zu müssen. 
Ein tolles, abwechslungsreiches Buch mit sehr vielseitigen Vorschlägen, das sowohl für Nähanfängerinnen wie auch für Fortgeschrittene hübsche Projekte bereithält. Viel Spass beim Nähen!

Zum Schluss gibt es hier noch den 12tel-Blick für Februar: 
Der Unterschied zum Januar ist natürlich markant, da der Schnee weggeschmolzen ist und das Darunterliegende zum Vorschein kommt. Hier zum Vergleich nochmals das Bild vom Januar:
Ich bin nun selber gespannt, wie sich das Bild im Laufe des Jahres weiter verändern wird.

Liebe Grüsse,
Nadia

P.S.: Beim Entfernen von altem, welkem Laub bin ich kürzlich auf eine Weinbergschnecke im Winterschlaf gestossen. 
Habt ihr schon einmal gesehen, wie sie ihr Häuschen verschliessen, um gut über den Winter zu kommen?
Sie graben sich in die Erde ein und bilden einen Kalkdeckel, der die Häuschenöffnung verschliesst. So vor der Kälte geschützt sollen sie angeblich bis -40 Grad aushalten können!
Selbstverständlich habe ich die Schnecke danach wieder mit etwas Erde bedeckt, und nun liegt sie zwischen spriessenden Tulpen und wartet auf den Frühling.

Montag, 13. Februar 2017

Abschied vom Winter

Dieser Winter hat sich richtig Mühe gegeben und sich von seiner allerschönsten Seite gezeigt.
Mit märchenhaft verschneiten Wäldern,
pudrigen Schneezaubereien
und herrlich knackig kalten Tagen.
Sogar Eisblumen hat er an unsere Fenster gemalt.
 
Doch nun scheint er sich langsam aber sicher zurückzuziehen. Zwar ist es vor allem nachts noch immer recht kalt, aber die Sonne strahlt merklich wärmer und im Garten blühen die ersten Schneeglöckchen. Auch die grünen Spitzen von Blausternchen, Narzissen und sogar Tulpen sind schon zu sehen. Obwohl ich den Winter sehr gerne habe, freue ich mich jetzt auch auf den Frühling. Trotzdem: Einfach so lasse ich den Winter nicht gehen, das eine odere andere Schneeflöckchen konserviere ich mir für den Fall, dass der Sommer mal wieder zu heiss wird und zu lange dauert. 😉
Im Moment bin ich nämlich völlig begeistert von den Häkelschneeflocken im Buch "Zauberhafte Schneeflocken" (Frech-Verlag):
Eigentlich ist es ein zwischen zwei Buchdeckeln festgehaltenes Winterwunderland mit Anleitungen für 100 Häkelschneeflocken.
Die Anleitungen gibt es in Wort und Häkelschrift.
Bei der geschriebenen Anleitung hatte ich zu Beginn gewisse Schwierigkeiten, muss ich zugeben. Das liegt aber daran, dass ich grundsätzlich die Einleitung bei Häkelbüchern nicht lese, sondern gleich loslege. Weil ich ja das Gefühl habe, dass ich häkeln kann...
Bei der späteren genauen Betrachtung des Buches hat sich dann herausgestellt, dass sich in diesem Fall meine Häkel-Schwierigkeiten durch einen einzigen Blick in die Einleitung hätten vermeiden lassen, weil dort nämlich alles sehr genau beschrieben und erklärt ist.
Nebst den Anleitungen hat es gleich auch noch Vorschläge, was man aus den Schneeflocken zaubern könnte. Bei mir ist es ein Schneeflockenkissen geworden, das aber schon verschenkt worden ist. Die einzelnen kleinen Schneeflöckchen werden sicher noch mehr und finden ebenfalls einen Verwendungszweck. Was ich auf jeden Fall noch nacharbeiten will, ist der Schneeflockenschal.
Bezaubernd, oder?

Aktuell bin ich aber mit einer anderen Häkelarbeit beschäftigt.
Meine Frühlings-Grannydecke will fertiggestellt werden.
Für wen ich die Reste verwenden werde, dürfte auch schon klar sein:
💕
Ich wünsche euch eine gute Woche.

Liebe Grüsse,
Nadia

Freitag, 10. Februar 2017

Esther, das Wunderschwein

Falls jemand eine Buchempfehlung fürs kommende Wochenende braucht, hier habe ich eine:
Esther, das Wunderschwein
von Steve Jenkins
Verlag: btb
 
Die grösste Liebesgeschichte aller Zeiten zwischen zwei Männern und ihrem Schwein.💗

Steve, von Kindesbeinen an ein grosser Tierliebhaber, wird von einer Bekannten gefragt, ob er nicht ein Schweinchen bei sich aufnehmen könnte. Ein Minischweinchen angeblich, das ausgewachsen maximal 35 kg wiegen soll - so behauptet auf jeden Fall die Frau, die das Tierchen nicht mehr behalten kann. Natürlich sagt Steve zu, denn so ein Minischweinchen ist ja etwas ganz Besonderes, das will er sich nicht entgehen lassen.
Da er sich aber denken kann, wie wenig sein Partner Derek von der Idee begeistert sein wird, nebst den bereis zur Familie gehörenden Hunden und Katzen noch ein Schweinchen aufzunehmen, verschweigt er die Sache erstmal und heckt einen Plan aus, wie er Esther dann quasi als "Zufallsfund" in die Familie integrieren könnte. Das geht aber gründlich schief, wie so vieles andere im Laufe der Geschichte auch noch...
 
Zum Beispiel die Sache mit dem "Mini"schweinchen, die sich als grundlegender und fataler Irrtum herausstellt. Denn dass es sowas wie Minischweinchen nämlich gar nicht gibt, wird Steve dann relativ schnell - aber dennoch viel zu spät - bewusst. Esther ist da, hat sich sofort in sein Herz katapultiert und weggeben kommt für ihn überhaupt nicht mehr in Frage. Auch nicht, als Esther grösser und grösser wird und der Tierarzt andeutet, dass Esther wohl noch lange weiterwachsen wird.
 
Schlussendlich wird Esther, das "Mini"schwein, dann fast zehnmal mehr wiegen als die von der Bekannten behaupteten 35 Kilo und mini wird nichts mehr an ihr sein.
 
Steve erzählt witzig und liebevoll wie Esther zu ihm und seinem Partner Derek gekommen ist, welche Turbulenzen es gab (und das waren viele!) und zu welchen Tricks und kleinen Notlügen er gegriffen hat, um Derek zu überzeugen, dass Esther unbedingt zu ihrer Familie gehören muss. Und das, obwohl sie das Daheim der beiden Männer zeitweise in ein übelriechendes Chaos verwandelt hat.
Begleitet wird die Geschichte von zahlreichen witzigen und entzückenden Farbfotos aus Esthers Leben. Trotzdem: Ich möchte lieber kein Schwein als Haustier haben, erst recht nicht nach der Lektüre dieses Buches. ;-)
Etwas störend fand ich, dass ab einem gewissen Punkt immer mal wieder und für meinen Geschmack teilweise ein bisschen sehr missionarisch das vegetarische bzw. vegane Leben gepriesen wurde. Jedem das Seine, klar, und die Beweggründe von Vegetariern kann ich auch sehr gut nachvollziehen. Aber vegan? Wieso? Was soll man denn beispielsweise mit all den Eiern machen, die die Hühner ja ohnehin legen? Ich achte sehr darauf, Produkte aus tierfreundlicher Haltung zu kaufen - und das werde ich auch weiterhin mit gutem Gewissen tun. Auf jeden Fall fand ich es ein bisschen irritierend, von jemandem mit erhobenem Zeigefinger gesagt (bzw. in diesem Fall "geschrieben") zu bekommen dass der Konsum von Fleisch, Eiern und Milchprodukten nicht in Ordnung ist, während er selber von seinem im Haus wohnenden, im Bett schlafenden und mit Perücken und Kleidern "dekorierten" Tier von einem "glücklichen Schwein in artgerechter Umgebung" spricht.
Aber wie auch immer, das Buch hat mich so gut unterhalten und zum Lachen (und manchmal auch zum Staunen) gebracht, dass ich diesen Kritikpunkt eigentlich gut ausser Acht lassen und das Buch als leichte, amüsante Lektüre empfehlen kann.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein gemütliches, entspanntes Wochenende.
Liebe Grüsse,
Nadia

Dienstag, 7. Februar 2017

Ich will auch mitmachen!

Und zwar bei Tabeas 12tel-Blick! Sehr, sehr spät bin ich dran, aber besser spät als nie, oder?

Das ist mein Blick für das Jahr 2017:
Wieder habe ich mich für ein bequemes (weil jederzeit problemlos zu erreichendes) Motiv entschieden: Eine Ecke meines Gartens. Was mich besonders freut ist, dass ich dieses Jahr ein richtiges Schneebild auf sicher habe. Letztes Jahr hat das so ja leider nicht geklappt.

Das Bild ist Mitte Januar entstanden, mittlerweile ist die weisse Pracht leider wieder verschwunden. Aber dafür zeigen sich schon die ersten Schneeglöckchen, was genauso schön ist wie eine flockige Schneedecke. Kalt ist es allerdings immer noch, und da passt mein heutiger Buchtipp perfekt:


Simply the (Woll)Rest - kreative Ideen aus Wollresten stricken
EMF Verlag
Autorinnen: Helgrid van Impelen und Verena Woehlk Appel

Bei meinen Handarbeitssachen steht unter anderem ein ganzer Korb voller Wolle, das meiste davon sind Reste von ehemaligen Projekten. Teils zwar noch ganze Knäuel, aber zum grössten Teil nicht mehr so viel, dass es für etwas Grösseres reicht. Zum Wegwerfen sind mir die Reste dann doch auch zu schade. Da kam mir dieses Buch natürlich wie gerufen: Viele Projekte, die sich auch für kleinere Wollreste bestens eignen.
Zur Einleitung gibt es Tipps, wie man dem Wollchaos in der Restekiste am besten begegnet und Abhilfe schafft, gefolgt von einer kurzen Einführung bezüglich Material, Strickschrift und Abkürzungen.
Es folgen diverse Anleitungen, zum Beispiel für eine Hockerhusse, eine Badematte, ein Stirnband, ein Kosmetiktäschchen und vieles mehr. Ich habe Handwärmer nachgestrickt, nicht wie vorgeschlagen geringelt, sondern mit einer Farbverlauf-Wolle. Die Anleitung ist sehr gut und leicht nachvollziehbar geschrieben, so  dass das Stricken einfach nur Spass gemacht hat und die Handwärmer bestimmt nicht mein einziges Projekt aus diesem Buch bleiben werden.
 
Offensichtlich etwas inspiriert vom im Buch erwähnten Wollchaos, ist das Inhaltsverzeichnis ein bisschen durcheinander geraten. 😉 Der Verlag hat jedoch prompt reagiert und aufgeräumt - so darf ich heute hier das korrigierte und korrekte Inhaltsverzeichnis zur Verfügung stellen.

Ich geh jetzt wieder ein bisschen stricken! 💕

Liebe Grüsse,
Nadia