Freitag, 10. Februar 2017

Esther, das Wunderschwein

Falls jemand eine Buchempfehlung fürs kommende Wochenende braucht, hier habe ich eine:
Esther, das Wunderschwein
von Steve Jenkins
Verlag: btb
 
Die grösste Liebesgeschichte aller Zeiten zwischen zwei Männern und ihrem Schwein.💗

Steve, von Kindesbeinen an ein grosser Tierliebhaber, wird von einer Bekannten gefragt, ob er nicht ein Schweinchen bei sich aufnehmen könnte. Ein Minischweinchen angeblich, das ausgewachsen maximal 35 kg wiegen soll - so behauptet auf jeden Fall die Frau, die das Tierchen nicht mehr behalten kann. Natürlich sagt Steve zu, denn so ein Minischweinchen ist ja etwas ganz Besonderes, das will er sich nicht entgehen lassen.
Da er sich aber denken kann, wie wenig sein Partner Derek von der Idee begeistert sein wird, nebst den bereis zur Familie gehörenden Hunden und Katzen noch ein Schweinchen aufzunehmen, verschweigt er die Sache erstmal und heckt einen Plan aus, wie er Esther dann quasi als "Zufallsfund" in die Familie integrieren könnte. Das geht aber gründlich schief, wie so vieles andere im Laufe der Geschichte auch noch...
 
Zum Beispiel die Sache mit dem "Mini"schweinchen, die sich als grundlegender und fataler Irrtum herausstellt. Denn dass es sowas wie Minischweinchen nämlich gar nicht gibt, wird Steve dann relativ schnell - aber dennoch viel zu spät - bewusst. Esther ist da, hat sich sofort in sein Herz katapultiert und weggeben kommt für ihn überhaupt nicht mehr in Frage. Auch nicht, als Esther grösser und grösser wird und der Tierarzt andeutet, dass Esther wohl noch lange weiterwachsen wird.
 
Schlussendlich wird Esther, das "Mini"schwein, dann fast zehnmal mehr wiegen als die von der Bekannten behaupteten 35 Kilo und mini wird nichts mehr an ihr sein.
 
Steve erzählt witzig und liebevoll wie Esther zu ihm und seinem Partner Derek gekommen ist, welche Turbulenzen es gab (und das waren viele!) und zu welchen Tricks und kleinen Notlügen er gegriffen hat, um Derek zu überzeugen, dass Esther unbedingt zu ihrer Familie gehören muss. Und das, obwohl sie das Daheim der beiden Männer zeitweise in ein übelriechendes Chaos verwandelt hat.
Begleitet wird die Geschichte von zahlreichen witzigen und entzückenden Farbfotos aus Esthers Leben. Trotzdem: Ich möchte lieber kein Schwein als Haustier haben, erst recht nicht nach der Lektüre dieses Buches. ;-)
Etwas störend fand ich, dass ab einem gewissen Punkt immer mal wieder und für meinen Geschmack teilweise ein bisschen sehr missionarisch das vegetarische bzw. vegane Leben gepriesen wurde. Jedem das Seine, klar, und die Beweggründe von Vegetariern kann ich auch sehr gut nachvollziehen. Aber vegan? Wieso? Was soll man denn beispielsweise mit all den Eiern machen, die die Hühner ja ohnehin legen? Ich achte sehr darauf, Produkte aus tierfreundlicher Haltung zu kaufen - und das werde ich auch weiterhin mit gutem Gewissen tun. Auf jeden Fall fand ich es ein bisschen irritierend, von jemandem mit erhobenem Zeigefinger gesagt (bzw. in diesem Fall "geschrieben") zu bekommen dass der Konsum von Fleisch, Eiern und Milchprodukten nicht in Ordnung ist, während er selber von seinem im Haus wohnenden, im Bett schlafenden und mit Perücken und Kleidern "dekorierten" Tier von einem "glücklichen Schwein in artgerechter Umgebung" spricht.
Aber wie auch immer, das Buch hat mich so gut unterhalten und zum Lachen (und manchmal auch zum Staunen) gebracht, dass ich diesen Kritikpunkt eigentlich gut ausser Acht lassen und das Buch als leichte, amüsante Lektüre empfehlen kann.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein gemütliches, entspanntes Wochenende.
Liebe Grüsse,
Nadia

Kommentare:

  1. Hallo Nadia,
    das erinnert mich ein bisschen an "Ein Schweinchen Namens Babe", der Kinofilmg den alle unbeding sehen mussten. Und den ich durch irgendeinen blöden Zufall in englischer Sprache sah - wir sind im falschen Kino gelandet.
    Die Veganer verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht ganz so. Denn ich finde wenn man schon so bewusst ist, dann ist es doch auch nicht so ganz richtig im Gegenzug Plastikschuhe den Lederschuhen vorzuziehen, oder? Eier und Honig usw. - aber wie Du schon sagst, jedem das seine. Danke für den Tipp!
    Liebe Grüße
    Manu

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  2. Hallo Nadia,
    das erinnert mich etwas an den Film Rennschwein Rudi Rüssel mit Iris Berben war das wohl.

    Ich möchte auch kein Schwein als Haustier haben, die verwüsten ganz schön, das ist auch ihre Art, wenn man so als Verwüstung bezeichnen kann. Sie müssen sich nun mal im Dreck suhlen.
    Das ist nun mal das Schweineleben und sie mögen es.

    Ich bin Vegetarier und ich meine - falls ich es nicht getan habe, möge man mir verzeihen - noch nie darüber gemeckert, wenn Jemand Fleisch zu sich nimmt. Nur, eben artgerecht gehalten bitte. Was allerdings nicht sagt, wenn dir der der Supermark erzählt, woher die Tiere kommen, das stimmt nicht, nachdem ich das Buch "Deutschland Fleischland" gelesen habe, hat es mir wieder mal gereicht, obwohl ich kein Fleischesser bin.

    Wer mag soll es essen, missionieren finde ich schlimm und wenn Jemand vegan leben will, soll er es auch tun, vielleicht geht die Produktion der Legehennen dann ein wenig zurück, denn Eier werden immer gebraucht.

    Ich bin Vegetarier bin mir aber bewußt, das z.B. Käse, der Lab enthält dafür ein sterben muß. Aber meistens die männlichen Kälbchen werden geschlachtet, sie haben leider keinen Wert, weil sie keine Milch geben und auch nicht gebähren können. Ich weiß das und achte das auch und auch bei Lederschuhen, die ich kaufe, weiß ich, dass dafür ein Tier hat sterben müssen. Plastikschuhe trage ich nicht. Selbst bei meinen Lederjacken, die allerdings nicht vom Schwein kommen, weiß ich, was ich habe.

    Es ist wie bei Daunen, hier sollte man auch aufpassen, denn die billigen und auch meist die teuren kommen aus dem Lebendrupf, der in Deutschland verboten ist, wer hält sich daran. Gut, dann kauft man halt im Ausland. Wer sowas schon mal gesehen und trotzdem bedenkenlos Daunen kauft. Ich kann es nicht verhindern.

    Es ist wie "Jedem das Seine" ein Zitat, das ich seit ich weiß, wo es steht nicht mehr benütze.

    Ist ein wenig viel geworden, aber die Geschichte klingt sehr nett und ist sicherlich auch gut zu lesen.

    Lieben Gruß Eva

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    1. Nun war ich etwas in Fahrt und habe deine schöne Präsentation vergessen zu erwähnen. Mit schönen Fotos vom Schweinchen.

      Genauso widersprüchlich ist es , wenn ich auf einem Blog über die
      armen Pelztiere unsw. und über die Näherinnen in Fernost sich mokiert und dann bei H und M einkauft sowie Pelze trägt.

      Ich war schon etwas erstaunt, als ich das gelesen habe.

      Nix für ungut, dein Bilder sind wirklich hübsch vom Schweinchen.

      LG Eva

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  3. Liebe Nadia,
    das klingt nach einem witzigen Buch und ich denke auch "Jedem das Seine". Für mich ist ein vegetarisches oder gar veganes Leben nicht denkbar, wenn ich auch nicht jeden Tag Fleisch esse und darauf achte, dass es den Tieren möglichst gut ging während ihres Lebens.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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  4. Liebe Nadia,
    danke für diese lsutige Buchvorstellung! Es klingt auf jeden Fall nach einer lustigen Lektüre, die man ruhig guten Gewissens lesen kann. Ich sehe es wie Wolfgang, "jedem das Seine", wir sind nun mal alle unterschiedlich!
    Wir sind auch keine Vegetarier oder gar Veganer, ab und zu ein Stück Fleisch, das ist schon lecker, aber auch wir schauen genau, wo die Tiere herkommen und ob sie gut gehalten wurden!
    Danke auf jeden Fall für die schöne Buchbeschreibung und die schönen Bildchen dazu :O))
    Ich wünsche Dir ein wunderschönes und gemütliches Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

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  5. Wooow!! Nadia, Du solltest unbedingt Tierfotografie zu Deinem Beruf machen! So wundervolle Aufnahmen.. ich bin ganz entzückt!! Wo und wie hast Du nur diese herrlichen Schweine-Fotos aufgenommen.. sie sind so toll!! Ehrlich! Alleine schon wegen Deinen Fotos mag ich jetzt das Buch lesen.. lächel.. aber nicht nur.. Deine Vorstellung hört sich auch bezaubernd an. Ganz liebe Grüße und ein feines Wochenende, Nicole

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  6. Liebe Nadia,
    die Schweinchen sind entzückend und auch das Buch hört sich amüsant an.
    Na gut, mit Vegan kann ich persönlich auch nichts anfangen und ab und zu darf es gerne auch mal ein leckeres Steak sein, dann darf ich aber solche süßen Fotos nicht bei anschauen.
    Dir einen schönen Abend, liebe Grüße
    Nicole

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  7. Liebe Nadia,
    Ein super Buch, sicher sehr lustig.
    Wunderschöne Fotosvon den Schweinchen hast Du gemacht.
    Herzliche Grüße,
    Sabine

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  8. Schöne Buchvorstellung mit tollen tierischen Bildern. Danke.
    Lieben Inselgruß
    Sheepy

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  9. Liebe Nadia,
    das scheint ein witziges Buch zu sein. Die Geschichte stelle ich mir schon lustig vor. Ein ausgewachsenes Schwein in der Wohnung ... das könnte etwas kompliziert werden *lach* Deine Bilder sind toll. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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  10. Hallo Nadja,
    Vielen Dank für die hübschen Schweinchenbilder , das Buch ist sicher witzig .
    Liebe Grüße
    Claudia

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  11. Liebe Nadja, wie schön Du das Buch hier präsentierst. Die Bilder sind so niedlich anzuschauen und die Geschichte ist bestimmt sehr schön zu lesen.
    glg Susanne

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  12. Liebe Nadia,
    ein Schwein im Haus? Na, das ist gewiss nicht nur nicht artgerecht, sondern auch nicht lustig...
    Deine Schönen Fotos lassen das ja auch schon recht deutlich erkennen.
    Jeder soll tun, was er mag und auch viele Hunde, Katzen ect. werden von ihren Besitzern gnadenlos verhätschelt und unter dem Deckmantel von Tierliebe wohl alles andere als artgerecht gehalten.
    Die "neuen" Zutaten und Zubereitungsweisen der veganen Küche bereichern durchaus meinen Speiseplan, aber ich lebe weder vegetarisch noch sogar vegan. Warum auch? Lebensmittel (auch Fleisch und Fleischprodukte) regional und saisonal zu verwenden, ist meine Devise. Keine Tiertransporte quer durchs Land, keine Turbomast, kein Fleisch von Tieren, die nie die Sonne gesehen haben. Das sollte wohl unser aller Ziel sein. Zum Wohl der Tiere, zum Schutz der Natur und für unsere eigene Gesundheit!
    Claudiagruß

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