Dienstag, 19. September 2017

Hurra hurra, der Herbst ist da!

Ist das nicht einfach eine herrliche Zeit? Der Übergang zwischen Sommer und Herbst - die Tage zeitweise noch recht sommerlich, aber am Abend merkt man dann schnell, dass der Herbst vor der Türe steht (oder vielleicht sogar schon da ist).
Für mich ist es jedes Jahr wieder eine Freude, wenn man zwar tagsüber noch gut draussen sein und auch im Garten ein bisschen etwas werkeln kann, es sich dann abends aber im Haus gemütlich macht.
Ein Feuer im Ofen, ein leckeres Abendessen und danach gemütliche Feierabendstunden auf dem Sofa.
 
Natürlich sitze ich nie untätig auf dem Sofa, entweder wird gehäkelt oder gelesen. So lässt sich auch der aktuelle Zwischenstand meiner Schneeflöckchengrannys durchaus sehen:
Über 100 Stück sind es mittlerweile, wieviele genau ich für die Decke brauche, weiss ich noch gar nicht. Ich häkle einfach mal drauflos. 😉 Und weil der Mensch ja ab und zu ein bisschen Abwechslung braucht (und einen warmen Schal für die kommenden kühlen Tage sowieso), habe ich parallel zur Decke noch einen Schal angefangen.
Eigentlich wollte ich ja keine Wolle mehr kaufen, solange nicht meine ganzen Vorräte aufgebraucht sind - aber an dieser konnte ich einfach nicht vorbeigehen: Verschiedene Grautöne mit Silberglitzer - ganz meins!

Und dann wird natürlich auch gelesen! Hier mein heutiger Buchtipp für euch (damit ich all meine Herbstfotos in diesem Post unterbringen kann, lockere ich halt einfach den folgenden Text damit ein bisschen auf... 😉):
Autor: Derek Meister
Verlag: blanvalet

Von Derek Meister durfte ich euch schon zwei Bücher vorstellen. Einmal "Der Jungfrauenmacher" von dem ich ganz begeistert war, und dann "Die Sandwitwe", welches ich ebenfalls regelrecht verschlungen habe. So war ich nun sehr gespannt auf Buch Nummer drei, das natürlich wieder in Valandsiel spielt, wo wieder Knut Jansen und Helen Henning die Hauptpersonen sind und wo wieder schlimme Dinge passieren.
"Derek Meister nimmt keine Rücksicht auf zartbesaitete Seelen. Er lässt morden und bluten. Grossartig", sagt Radio Bremen. Und ich sage: Das hat was. Aber ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Meister verschwendet zwar zu Beginn weder Zeit noch Papier, sondern macht auf Seite 2 gleich klar, dass etwas Grausiges passieren wird, um es auf Seite 3 dann auch umgehend geschehen zu lassen. Brutal und heftig, wirklich nichts für empfindliche Gemüter.
 
Aber die Tatsache, dass danach dann für eine ganze Weile gar nicht mehr viel Schlimmes folgt, "neutralisiert" den Schreck vom Anfang wieder. Die Geschichte liest sich flüssig, aber sowohl Knut wie auch Helen nerven durch ihre Art manchmal tatsächlich ein bisschen. Allerdings schafft Derek Meister es vortrefflich, quasi im Hintergrund immer eine Spannung aufrechtzuerhalten, die einen von einer Buchseite zur nächsten treibt.
Zu Beginn des letzten Drittels des Buches zeigt er dann die Verbindung zwischen dem Mörder und einer anderen Person so klar auf, dass einem schon ein bisschen die Nackenhaare zu Berge stehen und sorgt damit dafür, dass man unbedingt und sofort wissen will, wie die Sache enden wird. Von da an geht es wirklich Schlag auf Schlag und ich habe die letzten Seiten fast inhaliert.
Mein Fazit: Spannend bis zur letzten Seite, sehr empfehlenswert und durchaus auch für Leser ohne Thriller-erprobtes Nervenkostüm geeignet.
Von Vorteil aber nicht unbedingt nötig ist, wenn man die beiden vorherigen Bücher kennt, da immer mal wieder Anspielungen auf Helens Vergangenheit vorkommen.
Viel Spass beim Lesen!
 ****
Zum Schluss will ich euch noch kurz zeigen, was in meiner Betonwerkstatt entstanden ist. Nämlich ganz viele Kürbisse. Mein selbstgesäter Baby Boo hat nämlich genau einen einzigen Minikürbis produziert und ist danach eingegangen.
Wie spärlich! Das geht natürlich gar nicht, also hab ich halt für robusten Kürbiszuwachs gesorgt.
Und wo ich schon mal am Betonieren war, habe ich mich an etwas (für mich) Neues gewagt und versucht, den Sommer in Form eines Blattes in einer Betonschale zu konservieren.
Sicher kann man das noch verbessern, aber grundsätzlich gefallen mir die bisher produzierten Schälchen schon ganz gut.
Nun wünsche ich euch eine bunte Herbstwoche!
Liebe Grüsse,
Nadia

Dienstag, 12. September 2017

La vie en Rose...


Der Sommer neigt sich definitiv seinem Ende zu. Was aber nicht bedeutet, dass es im Garten nichts mehr zu tun gibt. Im Gegenteil, jetzt ist eine gute Zeit für Neupflanzungen, beispielsweise von Bäumchen, Sträuchern und auch Rosen. Der Boden ist noch warm, so dass die Pflanzen vor dem Winter noch gut anwachsen können. Gleichzeitig ist es nicht mehr so heiss, dass übermässig Wasser verdunstet wird - also perfekt für die Pflanzen.
Bei uns wird dieses Jahr ein kränkelnder Spierstrauch durch ein kleinbleibendes Zierapfelbäumchen ersetzt und dann hätte ich gerne noch die eine oder andere Rose. Da ich nur gesunde, pflegeleichte Rosen will, wachsen bei mir schon ein paar David-Austin-Rosen, von denen ich echt begeistert bin. Ich weiss, dass es nicht allen so geht und manche sagen, diese englischen Rosen seien heikel. Ich denke, es kommt auch da einfach auf die jeweilige Pflanze an und man muss halt eine auswählen, die zum gewünschten Standort passt.
Dann wird man auch glücklich sein mit der Rose, denn nach meiner Erfahrung blühen sie zuverlässig und sind sehr robust. So hat sich jetzt sogar die totgeglaubte Gertrude Jekyll nach einigem Zögern wieder erholt. Totgeglaubt deshalb, weil ich sie im Frühjahr umpflanzen wollte, sie aber schlicht und einfach nicht mehr aus dem Boden bekommen habe. Mein Freund hat das dann für mich übernommen, allerdings mit dem Missverständnis, die Pflanze sei für den Kompost. Entsprechend hat er dann auch darauf herumgehackt... Aber wie gesagt, sie hat entgegen allen Erwartungen wieder ausgetrieben und jetzt erfreut sie uns sogar noch mit ein paar späten Blüten.
Gertrude Jekyll
So will ich mich nun nach der einen oder anderen zusätzlichen David-Austin-Rose umschauen, und da kommt mir das Buch, welches mir der Verlag DVA zur Verfügung gestellt hat, natürlich wie gerufen:
David Austin und seine Lieblingssorten
Wer Rosen mag, dem ist David Austin ein Begriff. Geht gar nicht anders, denn seine Rosen sind einfach unbeschreiblich: Schön, robust, duftend, zart, besonders. 
Den Namen habe ich leider vergessen - aber es ist auch eine David Austin-Rose
Das Buch hat mich schon beim Auspacken durch seine Grösse positiv überrascht. Grossformatig, schwer und edel kommt es daher - ein würdiger Rahmen für die Präsentation der Königin der Blumen.

Im Innern des Buches, das in drei Teile aufgegliedert ist, geht es entsprechend weiter. Nach einer sehr detaillierten Einführung in die Eigenschaften und die Herkunft der Englischen Rose (welche schon von wunderbaren Bildern begleitet wird),  folgt Teil zwei, in welchem die Rosen auf jeweils einer Doppelseite porträtiert werden.
Wisley - zauberhafte Blüten
Ein wunderschönes Foto der entsprechenden Rose und daneben ein Text, der viele Informationen wie zum Beispiel Name, Eignung und meistens auch die zu erwartende Wuchshöhe und -Breite enthält.
Tranquility - ihr Duft ist unbeschreiblich!
Ich bin gar nicht mehr aus dem Staunen herausgekommen und habe mich bisher noch nicht entscheiden können, welche der Rosen es für mich sein soll. Es gibt einfach so viele, die mir gefallen würden. Ehrlich gesagt fast alle...
 
Der dritte Teil des Buches beschäftigt sich ganz kurz mit der Zukunft der englischen Rose und enthält auch noch ein paar Tipps zum Umgang mit Rosen.

Einmal mehr ein wunderschönes Buch, eine perfekte Mischung aus Bildband und Ratgeber, das man immer wieder gerne zur Hand nimmt.

*****

Da der Garten jetzt zwar immer noch etwas Zuwendung braucht, aber lange nicht mehr so viel wie noch im Sommer, bleibt wieder mehr Zeit für Gemütlichkeit im Haus. Mir ist das sehr recht, da ich so auch viel gemeinsame Zeit mit Shiva habe (sie könnte zwar auch mit mir auf die Terrasse, aber sie ist nicht gerne draussen). 
Sie ist krank, leidet seit Mai 2016 an Krebs. Wir haben sie zweimal operieren lassen. Nun ist der Krebs wieder da - und wir haben beschlossen, dass sie nicht nochmal die Strapazen einer grossen OP über sich ergehen lassen muss. Da ihr Krebs leider sehr aggressiv ist, würde er auch nach einer dritten Operation wieder kommen. So geniessen wir nun die Zeit, die wir zusammen haben, umso mehr. Sobald ich meine Häkel- oder Strickarbeit zur Hand nehme, legt sich Shiva zu mir und geniesst die Gemütlichkeit. 
Letztes Wochenende sind so wieder einige Schneeflöckchengrannys für die Schneeflöckchendecke entstanden (wir kommen richtig gut voran!) und auch der Wollvorratabbau wird weiter vorangetrieben - ich habe Handstulpen gestrickt und mit Häkelblümchen verziert.
Und nun wünsche ich euch einen schönen Herbsttag.

Liebe Grüsse,
Nadia

P.S. Wer Regentage nicht mag, sollte unbedingt Frauenmantel im Garten haben - danach wird man Regen lieben! 😉

Mittwoch, 6. September 2017

Wieder da!

Nach herrlich entspannten (Spät-)Sommerferien hat uns der Alltag wieder.
Was aber auch gar nicht schlimm ist. Ich mag das gerne, wenn nach den faulen Tagen wieder eine gewisse Alltagsroutine Einzug hält und die Tage wieder strukturiert und geregelt ablaufen.

Natürlich habe ich die Finger auch in den Ferien nicht von der Häkelnadel lassen können, und so ist eine Decke, die ich im Januar angefangen habe, endlich fertig geworden.
Ich habe mir ja vorgenommen, bis Ende Jahr meinen Wollvorrat massiv abzubauen, und einen Teil davon habe ich zu dieser Decke verarbeitet.
Sie gefällt mir gut, obwohl sie vielleicht ein bisschen grösser hätte werden dürfen. Aber tja - die Wolle war zu Ende...
Um den Kater zuzudecken, reicht sie aber bestens aus. 😉
Und selbstverständlich habe ich die nächste Decke schon in Arbeit - ohne geht es irgendwie nicht.
Eine solche Schneeflöckchendecke habe ich zwar bereits, aber eine kleine. Jetzt soll es eine grosse werden, in die man sich dann so richtig herrlich einkuscheln kann. Und weil die Häkelei wirklich leicht von der Hand geht und grossen Spass macht, komme ich gut voran und hoffe, mit der Decke fertig zu sein, bevor die ersten echten Schneeflöckchen vom Himmel fallen.

Liebe Grüsse,
Nadia

Freitag, 18. August 2017

Tschüss, bis bald!

Wir gönnen uns eine kleine Sommerpause und sind irgendwann im September wieder hier.
Habt eine gute Zeit!

Liebe Grüsse,
Nadia

Freitag, 11. August 2017

Zwischen Sommer und Herbst und eine Buchempfehlung

Bei uns ist das Wetter gerade ein stetes Auf und Ab. Hatten wir vor ein paar Tagen noch um die 30 Grad, braucht man heute eine Jacke, weil man sonst friert. Morgen soll es wieder sonnig und warm werden. Aber: Ich freue mich auf den Herbst. Sehr sogar.
Trotzdem ist immer so ein bisschen Melancholie dabei, wenn wieder ein Sommer vergeht. Ganz besonders, wenn die ersten Vögel wieder in Richtung Süden ziehen. Da hoffe ich immer, dass sie die Reise gut überstehen und im nächsten Frühjahr auch gut wieder nach Hause kommen.
Ein bisschen traurig und gleichzeitig auch schön finde ich, wie die Schmetterlinge aussehen.
Die wenigsten sind noch heil, die Sommertage haben ihre Spuren hinterlassen.
Aber dann gibt es speziell in dieser Jahreszeit auch diese ganz perfekten Momente, wenn man beispielsweise am frühen Morgen ein taunasses Insekt auf einer Rosenblüte entdeckt, das sich von den ersten Sonnenstrahlen des Tages trocknen und wärmen lässt.
Und dann dieses Licht... Die Farben in der Natur werden wieder wärmer, sanfter.
Einfach nur schön.
Schön finde ich es auch, den Abend gemütlich auf der Terrasse ausklingen zu lassen, am besten mit einem guten Buch. Meistens leistet mir Indra dabei Gesellschaft.
Die Herren des Hauses machen in der Regel drin etwas, was mir ganz recht ist. Diego mag nämlich nicht gerne alleine im Haus sein und wenn ich ihn mit auf die Terrasse nehme, muss ich immer ein Auge auf ihn haben, weil er im Moment hauptsächlich Blödsinn im Kopf hat. Oder einfach nur Flauschibauschi zwischen den Ohren, wie wir sagen. 😉
Wenn man diese Bilder so sieht, könnte man zwar meinen, dass er dauernd gemütlich irgendwo rumliegt und kein Wässerchen trüben kann.
Es ist aber in Wahrheit so, dass ich nur in diesen Momenten zum Fotografieren komme! 😁 Aber fairerweise muss ich sagen, dass er - im Vergleich zu anderen jungen Katzen - schon sehr pflegeleicht ist. 💕

Doch zurück zum Lesen - ich habe nämlich heute wieder einen Buchtipp für euch:
Autorin: Stefanie Ross
Verlag: Grafit

Das Buch wurde mir von zur Verfügung gestellt, wofür ich mich bestens bedanke.

Schon der Klappentext hat mich angesprochen, ebenso das Cover - ein bisschen düster aber auch verlockend.

Ab der ersten Seite ist das Buch spannend und unterhaltsam geschrieben, und bereits auf Seite 28 werden erste Andeutungen gemacht, dass in Brodersby etwas vor sich geht, das nicht normal ist. Der Leser wird direkt ans Geschehen gefesselt. Allerdings dauert es auch nur unwesentlich länger, bis die ersten Protagonisten auftauchen, die sehr unsympathisch wirken, aber gleichzeitig erahnen lassen, dass sie für das weitere Geschehen von grosser Bedeutung sein werden, man sie nicht so schnell wieder los wird und sich deshalb besser gleich an sie gewöhnt.

Hauptperson in dem Buch ist Jan Storm. Ein ehemaliger Soldat, der bei seinen Einsätzen Schlimmes erlebt hat und nun auf der Suche nach dem Vergessen eine Praxis im kleinen Ort Brodersby (den es übrigens tatsächlich gibt) übernommen hat, nachdem sein Vorgänger unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist. Kaum angekommen, rettet Jan einem kleinen Jungen in letzter Sekunde das Leben, wenig später auch noch einem Mädchen. Beide litten an den gleichen eigenartigen Symptomen.

Jan beschliesst, der Sache auf den Grund zu gehen und begibt sich und seine Mitstreiter - er hat in dem kleinen Dorf schnell Anschluss und sogar Freunde gefunden - in brenzlige Situationen. Was hat die ortsansässige Firma, die Handel mit Spielzeug betreibt, mit dem Tod des alten Dorfarztes und den anderen Fällen, wo Jan das Leben der Betroffenen im letzten Moment retten konnte, zu tun?

Ich fand die Geschichte spannend und fühlte mich gut unterhalten. Wer tiefgründige Literatur sucht, ist mit diesem Buch bestimmt nicht gut beraten, aber wer auch mal gerne einen Krimi liest, wie man ihn sonst vielleicht um 20.15 Uhr auf einem Privatsender im Fernsehen guckt, wird "Das Schweigen von Brodersby" mögen. Ich hatte es in drei Tagen durch. Trotz Diego. 😉
 
Und nun wünsche ich euch ein gemütliches Wochenende. Ich schnappe mir mal das nächste Buch und mache es mir neben Shiva auf dem Sofa bequem.
Sie stammt ursprünglich aus Transylvanien. Sieht man, oder? 😂
Liebe Grüsse,
Nadia