Mittwoch, 19. Oktober 2016

Achtsamkeit

Dem Sommer trauere ich nicht nach, ich freue mich an dem Herbst. 
Auch den Nebel mag ich, und so habe ich den Spaziergang am vergangenen Wochenende sehr genossen. Der Nebel war so dicht und feucht, dass meine Haare richtig nass wurden. Nach so einem Spaziergang ist es besonders schön, wieder ins wohlig warme Haus zurückzukommen, eine Kerze anzuzünden und es sich mit einem Buch oder einer Handarbeit gemütlich zu machen. 
Draussen in der Natur zaubern die Nebeltropfen richtige Kunstwerke.
Überall waren wunderschöne Spinnennetze zu entdecken, die ausgesehen haben wie kleine Diamantencolliers. 
Ab und zu war sogar noch die Erbauerin des Netzes zu sehen.
Ob sie wohl noch zu ihrem Essen kommt, jetzt wo man ihr Netz so gut sieht?
Nach diesem Spaziergang durch den Nebel habe ich das Büchlein "Wege zur Achtsamkeit" zur Hand genommen, das mir der Verlag arsEdition vor einiger Zeit zur Verfügung gestellt und gleich auch noch ein Ausmal-Postkartenbüchlein dazugelegt hat. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich!
Ich liebe ja so kleine Büchlein mit Sinnsprüchen und schönen Fotos grundsätzlich und bin immer begeistert davon, aber "Wege zur Achtsamkeit" hat mich dennoch positiv überrascht. 
Weil es nämlich nicht nur eine schön bebilderte Sprüchesammlung ist, sondern zwischendurch eingestreut auch noch kleine Texte enthält, quasi Kurzanleitungen zum Achtsamsein und dazu, wie man sich das Leben leichter und angenehmer machen kann. 
Klar, es ist kein psychologischer Ratgeber und wird auch niemandem aus einer Depression heraushelfen, doch das will dieses Büchlein auch nicht für sich in Anspruch nehmen. Die Texte regen auf jeden Fall zum Nachdenken und Ausprobieren an, die Bilder dazu sind wunderbar stimmig und ruhig.
Eigentlich ist es ja so einfach, denn Achtsamkeit beginnt im Kleinen. Geniesse den Moment, erlebe ihn bewusst und verschwende keine Zeit darauf, der Vergangenheit nachzutrauern oder Dir um die Zukunft Sorgen zu machen. Das Leben findet jetzt statt, in diesem Moment. Eigentlich wissen wir das alle, oder? Und dennoch ist es gar nicht so einfach, den Moment wirklich zu geniessen. "Wege zur Achtsamkeit" öffnet einem die Augen und regt an, den Moment zu geniessen.
Genau das habe ich dann auch getan, als ich meine alten Farbstifte hervorgeholt und mich mit dem Postkarten-zum-Ausmalen-Büchlein an den Tisch gesetzt habe. Zuerst fand ich das ehrlich gesagt etwas seltsam.
Das letzte Mal etwas ausgemalt habe ich in der Schule, und das ist schon ein Weilchen her. (Übrigens: Farbstifte haben ganz offensichtlich kein Ablaufdatum und warten Jahre- oder gar Jahrzehntelang treu und geduldig in der Schublade, bis sie wieder hervorgeholt, angespitzt und eingesetzt werden!) Bei der Auswahl der Farben war ich noch nicht ganz so mutig und habe mich ans Farbkonzept auf dem Titelbild gehalten. Das Papier der Postkarten ist sehr angenehm, die Farbe lässt sich gut auftragen und so macht es natürlich richtig Spass, den Bildern etwas Farbe zu verpassen. Versucht es doch auch mal, es lohnt sich! Ausserdem sind sowohl das Büchlein wie auch die Ausmalpostkarten nette kleine Mitbringsel für liebe Menschen. :-)

Apropos Farbe: In meinem Garten sorgt die Kletterrose auch spät im Jahr wieder für leuchtende Farbtupfer, die nicht nur mich, sondern auch fast die ganze Nachbarschaft erfreuen. Voll aufgeblühte Blüten,
viele Blütenknospen
und auch einiges Verblühtes, das velleicht noch zur Hagebutte wird.
Schön, oder?

Liebe Grüsse und bis bald,
Nadi

Donnerstag, 13. Oktober 2016

12tel-Blick, Sommerpost und ein Gewinn

Einmal mehr bin ich unfassbar spät dran mit meinem 12tel-Blick, aber vorenthalten will ich ihn euch trotzdem nicht.
Der Kirschbaum hat leider schon alle Blätter verloren bevor sie sich überhaupt verfärben konnten, aber beim Wald sind erste zaghafte Farbveränderungen zu sehen.

Hier zum Vergleich noch die vorherigen Monate im Überblick:
Ende Oktober wird sich der Wald sicher schon merklich bunter zeigen. Ich freue mich darauf.

Worüber ich mich auch sehr gefreut habe, ist die Karte, die mir Trixi geschickt hat.
Gerade noch rechtzeitig zum letzten sonnigen Spätsommertag ist sie bei mir angekommen und läutet zusammen mit der Kerze (von denen jetzt bei mir immer irgendwo ein paar brennen) wunderbar den Übergang vom Sommer zum Herbst ein. Herzlichen Dank, liebe Trixi!

Kerzen brennen auch immer in diesen wunderschönen Porzellanwindlichtern,  die ich schon vor längerer Zeit bei der lieben Olga gewonnen habe.
Die Lichter haben mich durch den Sommer begleitet und an vielen Abenden ihr schönes Licht auf der Terrasse verbreitet. Auch jetzt mag ich sie noch nicht wegräumen, und so stehen sie nun einfach im Wohnzimmer und erfreuen mich da noch ein Weilchen,  bevor sie in den Winterschlaf geschickt werden.
Wem diese Lichter genauso gut gefallen wie mir, sollte unbedingt mal hier *click* vorbeischauen - in Dunjas wunderbarem Shop gibt es nämlich diese zauberhaften Windlichter (und noch viele andere entzückende Dinge) zu kaufen.

Mit einem sonnigen Gruss aus meinem Garten verabschiede ich mich für heute, aber ich melde mich bald wieder!
 
Liebe Grüsse,
Nadia

Montag, 10. Oktober 2016

Wilde Wälder

Mögt ihr den Wald auch so gerne? Für mich gehört es dazu, am Sonntag für zwei, drei Stunden im Wald spazieren zu gehen, und zwar bei (fast) jedem Wetter.
Dabei finde ich es faszinierend zu sehen, wie sich die Natur im Jahresverlauf verändert und je nach Jahreszeit ein ganz anderes Bild bietet: Farben, Gerüche und Geräusche...
 
Während einem im Moment immer mal wieder  der Duft von Pilzen in die Nase steigt, muss man auf das herrliche Blätterrascheln um die Füsse noch warten (die Herbstfotos sind vom vergangenen Jahr).
Im Winter ist es die unglaubliche Stille, die einem fast die Ohren summen lässt,
pudriger Schnee, der von den Ästen fällt und einem in den Kragen rieselt,
im Frühling dann das allererste Schlüsselblümchen, das sich durch den Schnee gekämpft hat,
das Konzert der Vögel und all die Düfte und Farben, das unglaubliche, leuchtende Hellgrün, das immer nur für ein paar wenige Tage bleibt.
 
Im Sommer schätzt man die Kühle des Waldes ganz besonders an heissen Tagen.
 Wenn man mit offenen Augen spaziert, wird man auch mal mit einer Brombeere belohnt,
man sieht Schmetterlinge tanzen
oder begegnet vielleicht sogar einem Reh (das einem dann genauso neugierig betrachtet, wie man selber das Tier bestaunt).
Ja, ich mag den Wald wirklich sehr gerne und bin froh, ihn direkt vor der Haustüre zu haben. So habe ich mich auch riesig über das Buch
 Wilde Wälder
in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Verlag: Bassermann
Herausgeber: Benjamin Haerdle
gefreut.
Als eigentlichen Aufmacher kündigt das umfangreiche und hochwertige Buch schon auf dem Cover an, dass es "detaillierte Informationen zu 250 Ausflugszielen" enthält.
Davon habe ich mir viel erhofft - diese Hoffnung wurde aber nicht ganz erfüllt. Vermutlich liegt es aber an mir, weil ich entweder zu hohe Erwartungen hatte oder vielleicht halt ganz einfach durch "meinen" Wald sehr verwöhnt bin.
Auf jeden Fall konnte das Buch mich nicht dazu bringen, mich ins Auto zu setzen und eine lange Fahrt hinter mich zu bringen, um mir irgendwo einen der vorgestellten Wälder anzuschauen.
Aber es hat auf jeden Fall Lust darauf gemacht, gleich raus in "meinen" Wald zu gehen.
Deshalb ist das Buch also auch dann toll, wenn man es nicht als Wald-Reiseführer gebrauchen will. Sehr viele wertvolle und mir bislang unbekannte Informationen werden dem Leser vermittelt, alles begleitet von schönen Bildern. Man erfährt nicht nur Wissenswertes über den Wald und seine Nutzung (und darüber, wie diese sich im Verlaufe der Zeit verändert hat), sondern auch über die Tiere, deren Heimat der Wald ist.
Habt ihr gewusst, dass bei der Zersetzung eines abgestorbenen Baumes mehr als 600 Pilzarten und über 1350 Käferarten beteiligt sind? Ich wusste nicht mal, dass es in unseren Wäldern so viele verschiedene Pilze und Käfer gibt. Aber wenns so im Buch steht, wird's schon stimmen! ;-)
Zu den im Buch vorgestellten Wäldern gibt es jede Menge detaillierte Informationen, und zwar nicht nur bezüglich der jeweils vorkommenden Baum-, Tier- und Pflanzenarten, sondern auch in Bezug auf die Anreise und allfällige Besonderheiten wie Führungen, Kinderspielplätze oder ähnliches.
Verschiedene Tiere werden mit lehrreich gestalteten Porträts vorgestellt, so zum Beispiel der Biber, Gämse, Schwarzstorch und einige andere mehr.
 
Die Bilder im Buch sind sehr ansprechend und natürlich, es wirkt nichts gestellt. Man bekommt direkt Lust auf einen Waldspaziergang und hat oftmals das Gefühlt, nassen Waldboden und Moos riechen zu können oder den Wind durch die Blätter streichen zu hören.

Also: Auf in den Wald, es lohnt sich! :-)

Liebe Grüsse,
Nadia

P.S.: Mit ganz viel Glück trifft man mitten im Märchen-Wald auf eine kleine, unglaublich freundliche Katze, die einen ein Stück begleitet und dann auf einmal wieder verschwunden ist.

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Jetzt habe ich eigene Schafe!

Wie ihr vielleicht wisst, liebe ich Schafe. Am liebsten hätte ich ja selber eine kleine Herde, aber das ist nicht so einfach. Sie brauchen einen Stall, eine Weide, müssen gepflegt und versorgt werden.

Aber: Seit vergangenem Wochenende habe ich nun tatsächlich meine eigene kleine Schafherde!
Ich habe bei der aktuellen "Wir nähen Tilda"-Runde mitgemacht, und obwohl ich am Schluss noch richtig fleissig sein musste um den Termin einhalten zu können, freue ich mich jetzt sehr über meine Schäfchen.
Ursprünglich wollte ich nur eines machen. Aber ein einzelnes Schaf? Das ist irgendwie eigenartig und auch ein bisschen traurig. Schafe sind Herdentiere, und das ist bei Tilda-Schafen sicher nicht anders. ;-)
So sind es nun also drei geworden, die im Moment Indras Katzenbettchen für sich beanspruchen.
Indra benutzt das Bettchen zwar nur noch sehr selten, aber als dann die Schafe da waren, fand sie das trotzdem nicht ganz so toll.
:-)

Sie wird sich dran gewöhnen und ausserdem hat sie noch genügend andere kuschelige Plätzchen, wo sie den Tag verschlafen kann.
So, und nun freue ich mich darauf, die Werke der anderen Tilda-Näherinnen zu bewundern. Anschauen könnt ihr euch die Sachen bei der lieben Lisa, die wieder einmal die Organisation übernommen und ausserdem diese tolle Collage gemacht hat.
Vielen Dank, liebe Lisa!

Habt einen schönen Tag und bis bald.

Liebe Grüsse,
Nadia

P.S.: Die Öhrchen sind wirklich niedlich, oder? :-)