Donnerstag, 30. Juni 2016

Gefüllte Blüten, verlassene Häuschen und 12tel-Blick

Am vergangenen Wochenende war ich früh am Morgen im Garten. Weil ich die Stimmung dann ganz besonders mag. Es ist alles noch so ruhig und frisch und der ganze Tag liegt vor einem. Herrlich! Als ich also gemütlich den Blumenbeeten entlangschlenderte, hörte ich ein unverkennbares Summen. Die Bienen waren schon fleissig, und wie!
Die Blüten des rosa-gefransten Mohns waren voll mit den kleinen Honigproduzentinnen.
Ich war ganz fasziniert von dem emsigen Treiben. Seht ihr, wie die Bienen angeflogen kommen?
Zum Glück sind noch ganz viele Knospen da, die sich öffnen und die Bienen anlocken werden.
Ganz bestimmt werde ich diesen Mohn auch nächstes Jahr wieder aussäen. :-)
Doch ich habe nicht nur die Bienen beobachtet und den Mohn bewundert, ich habe auch noch ein bisschen den Garten dekoriert. Ganz einfach und unkompliziert:
Verlassene Schneckenhäuschen sind natürlich auch "einfach so" eine schöne Deko, aber wenn man ein kleines Loch bohrt, eine Schnur durchzieht und einen Hauswurzableger einpflanzt, kehrt wieder neues Leben ins leere Häuschen ein.
Ist doch auch schön, oder? Ich habe auf jeden Fall da und dort solche Häuschen aufgehängt, zum Beispiel an unserem Regenwasser-Sammelfass.
Und dann ist heute auch schon wieder Zeit für den 12tel-Blick!
Dieses Bild zeigt ziemlich gut das für dieses Jahr typische Juni-Wetter: Sonnenschein und Regen, mal abwechselnd, mal gleichzeitig.

Zum Abschluss hier noch die Zusammenstellung meines Wohnzimmer-Ausblicks von Januar bis Juni 2016:
Liebe Grüsse,
Nadia

Montag, 27. Juni 2016

Wer in meinen Garten schaut...

...schaut in mein Herz.
(Hermann von Pückler-Muskau)

Schaut ihr auch so gerne in fremde Gärten?
Ich liebe es zu sehen, wie andere Leute ihre Gärten gestalten, wie sie Pflanzen kombinieren, schwierige Eckchen begrünen und vielleicht sogar durch selbstgemachte Deko ihre Kreativität einfliessen lassen.
 
Mein absoluter Lieblingsgarten um mich inspirieren zu lassen, ist derjenige meiner Lieblingsnachbarin.
Sie pflegt ihren Garten immer so liebevoll und hält alles adrett aufgeräumt und sauber, dass ich mich immer wieder frage, wie sie das schafft.
Dennoch ist ihr Fleckchen Erde gemütlich, heimelig und es gibt immer wieder Neues zu entdecken.
Viele der Pflanzen in meinem Garten stammen ursprünglich von meiner Nachbarin, da sie emsig und erfolgreich Pflanzenkinder zieht. Auch den Samen für diesen zauberhaften Mohn habe ich von ihr.
 
Aber wie gesagt, ich schaue mir grundsätzlich gerne fremde Gärten an, nicht nur den meiner Nachbarin. So habe ich mich sehr gefreut, dass mir der Verlag DVA das Buch "Ein junger Garten auf dem Land" zur Verfügung gestellt hat. 
 
Das Buch gewährt uns Lesern nämlich Einblicke in den herrlichen Garten von Elke Zimmermann, den sie zusammen mit ihrem Lebenspartner selber geplant und angelegt hat.
 
Dass die beiden Gartenarchitektur studiert haben, sieht man dem Garten definitiv an. Es ist alles wohldurchdacht, sinnvoll und praktisch gegliedert und sieht dennoch wunderschön aus, keineswegs formalistisch und kühl, sondern einladend und gemütlich.
Doch bevor man im Buch einen Rundgang durch den Garten machen kann, werden einem - wie sich das gehört - die Gartenbesitzer samt Kindern vorgestellt. Man erhält einen kleinen Einblick darüber, wie es überhaupt dazu gekommen ist dass Elke Zimmermann und ihr Partner  ins Allgäu gezogen und somit auch zu diesem Garten gekommen sind.
Und dann geht es endlich los. Über den Bauerngarten mit Gemüse- und Kräuterbeeten, der das Herzstück der Anlage bildet, hin zu den rahmenden Beeten, weiter zum Irisgarten und an vielen weiteren Gartenräumen vorbei, bis man zuguter Letzt beim Heckenraum zum Wohlfühlen angelangt.
 Zu jedem einzelnen Gartenraum gibt es Interessantes zu lesen, Pflanzen werden vorgestellt, die Autorin gibt Einblick in ihre Überlegungen und Gedanken, die sie sich bei der Gestaltung gemacht hat und alles wird begleitet von herrlichen Fotos, die doch die eine oder andere Begehrlichkeit wecken.

Das Allerbeste am Buch finde ich aber, dass man jederzeit und immer wieder einfach bequem von daheim aus den Garten der Familie Zimmermann besuchen und bewundern und sich vielleicht auch die eine oder andere Idee holen kann.
 
Mögt ihr jetzt nochmals mit in meinen Garten kommen? Genauer gesagt an meinen Miniminiminiteich.
Ich habe mich nämlich wieder auf die Lauer gelegt und - nebst durstigen Insekten
und luftholenden Wasserschnecken -
tatsächlich das eine oder andere Minikrötchen vor die Linse bekommen.

Und nun wünsche ich euch einen schönen, sonnigen Wochenstart!

Liebe Grüsse,
Nadia

P.S.: Von Familie Hausrotschwanz gibt es Freudiges zu vermelden:

Montag, 20. Juni 2016

Was im Teich so los ist

Nachdem die kleinen Vögelchen jetzt nicht mehr für Fotos zur Verfügung stehen, bin ich auf meinen Miniteich ausgewichen. Dort tummeln sich nämlich ein paar Kaulquappen (und unfassbar viele Mückenlarven...).
Allerdings hat es sich als recht knifflig herausgestellt, von den kleinen Kerlchen halbwegs brauchbare Bilder zu knipsen. Denn sie sind sehr scheu und ergreifen sofort die Flucht wenn sie bemerken, dass sich da an der Wasseroberfläche etwas tut.
Klar, sie wollen ja zu Kröten heranwachsen und nicht frühzeitig als Vogelfutter oder dergleichen enden.
Die noch grössere Herausforderung waren aber die Spiegelungen auf dem Wasser. Viele Fotos waren unbrauchbar, weil man zwar die Kaulquappe mit viel gutem Willen noch irgendwo erahnen konnte, aber doch sehr stark von den Spiegelungen der Sträucher auf der Wasseroberfläche abgelenkt war.
Ich bin sehr gespannt, wie lange es noch dauern wird, bis ich das erste kleine Krötchen irgendwo an Land entdecke.
Mögt ihr eigentlich Frösche bzw. Kröten, oder ekelt ihr euch davor?

Nebst den Mini-Kröten (die ich übrigens süss finde) habe ich heute auch wieder einen Buchtipp für euch - dazu bleiben wir gleich in meinem Garten:
Die schönsten Pflanzen für Bienen & Hummeln
Autorin: Ursula Kopp
Verlag: Bassermann


Ein hübsches Büchlein, das ich kaum mehr aus der Hand legen konnte. Mir ist es wichtig, in meinem Garten Pflanzen zu haben, die Bienen und andere Insekten anlocken und mit Nahrung versorgen können.

Sterndolde
So haben es mir vor allem die Pflanzenporträts angetan, weil ich dort viele nützliche Infos finden konnte. Begeistert habe ich festgestellt, dass ein Grossteil der "schönsten Pflanzen für Bienen und Hummeln" bereits in meinem Garten zu finden ist.

Zu jeder Pflanze gibt es einen Hinweis betreffend Bienenfreundlichkeit, Nektar- und Pollengehalt, was sehr nützlich ist.
 

Überrascht war ich davon, dass die Christrose sowohl bezüglich Bienenfreundlichkeit als auch bezüglich Nektar- und Pollenehalt als nicht besonders ergiebig ausgezeichnet wird. Bisher habe ich immer gedacht, diese Pflanze sei so wertvoll für die Bienen - tja, man hat ganz offensichtlich nie ausgelernt! :-) Aber man muss sich natürlich auch fragen, was nebst der Christrose in den Wintermonaten sonst noch blüht. Mir fällt nicht viel ein. Und wer jetzt sagt, dass im Winter ja ohnehin keine Bienen unterwegs sind, dem muss ich widersprechen. Diese Bienen-Eisprinzessin habe ich an Heiligabend 2014 in meinem Garten gefunden.
Die Pflanzenporträts beinhalten jeweils ein Bild der entsprechenden Pflanze sowie Informationen über ihre Blütezeit und den bevorzugten Standort. Dazu gibt es immer noch einen Gartentipp, beispielsweise der Hinweis darauf, dass sich die Pflanze auch gut im Kübel pflegen lässt, dass sie sich stark vermehrt oder dass sie andere Pflanzen vor Krankheiten schützen kann.
 

Vor den Portraits, also quasi als Einführung ins Thema, erfährt der Leser Interessantes zum Thema Blumen und Bienen, beispielsweise dass man auch auf einem Balkon für eine Bienenweide sorgen kann, wie man Nisthilfen bereitstellt, dass Bienen nicht nur von Pollen und Nektar leben sondern auch Wasser benötigen und viel anderes mehr. 
 Ein nützliches kleines Büchlein, das Lust auf einen insektenfreundlichen Garten macht.

Roter Hartriegel


Ich wünsche euch eine schöne Woche!

Liebe Grüsse,
Nadia


Donnerstag, 16. Juni 2016

Ausgeflogen

Heute zeige ich euch den letzten Teil der Hausrotschwänzchen-Geschichte.

7. Juni 2016:
8. Juni 2016:
 
9. Juni 2016:
Es wird Zeit, dass die "Kleinen" ausfliegen - der Platz wird mehr als knapp. :-)
 Hier zum Vergleich nochmals das allererste Bild der Vögelchen vom 25. Mai 2016:
Es ist doch wirklich sehr beeindruckend, wie schnell sich die Tiere von völlig hilflosen Vögelchen zu fast fertigen Rotschwänzchen entwickelt haben.

10. Juni 2016:
Sie sind weg. Oder zumindest nicht mehr im Nestchen, denn zwei von den Jungvögelchen waren noch ganz in der Nähe: Eines ist gleich mal im Geräteunterstand geblieben,
ein anderes hat Unterschlupf in unserer Garage gesucht.
Auch die anderen drei waren ganz bestimmt irgendwo in der Nähe, denn Mutter Rotschwänzchen hat vom Rosenbogen aus immer ganz aufgeregt gewarnt, wenn ich mich dem Blumenbeet vor dem Haus genähert habe (also kann ich da im Moment kein Unkraut jäten...).
Für die kleinen Vögel hat nun eine sehr kritische Zeit begonnen:

"Die Zeit zwischen dem Verlassen des Nestes und dem Erlangen gänzlicher Selbstständigkeit ist für junge Wildvögel die gefährlichste Phase ihres Lebens. Zwangsläufig müssen die Elterntiere ihren Nachwuchs über längere Zeiträume allein lassen, um nach Futter zu suchen. Während dessen hüpfen die Ästlinge mehr oder weniger schutzlos umher. Dabei zeigen sie ihren Eltern durch lautes Rufen an, wo sie sich gerade befinden. Diese Rufe locken allerdings nicht nur die Eltern an, sondern zeigen auch so manchem hungrigen Fressfeind an, wo sich die Beute versteckt hält. Bei drohender Gefahr flüchten Ästlinge nicht, sondern verhalten sich stattdessen ruhig und regungslos. Ihr einziger Schutz ist dann die Tarnung, die ihnen ihr meist recht unauffällig gefärbtes Federkleid bietet. Sind sichere Versteckmöglichkeiten wie beispielsweise Hecken, Holzstapel oder Reisighaufen vorhanden, in denen sie sich gern aufhalten, bleiben sie meist unentdeckt. Fehlen solche Unterschlupfmöglichkeiten, so werden die Ästlinge schnell zur leichten Beute für Katzen oder andere Fressfeinde." (Quelle: Wildvogelhilfe)

Hoffen wir für die Rotschwänzchen, dass alles gut geht!

Und vielleicht legt Frau Rotschwänzchen ja bald schon wieder Eier in das Nestchen und wir dürfen nochmals mitverfolgen, wie aus winzigkleinen Vögelchen beeindruckend schnell niedliche Federbällchen werden, wer weiss...

Liebe Grüsse,
Nadia