Freitag, 5. August 2016

Gartenbesucher, ein Kälbchen und eine Buchvorstellung

Im letzten Post habe ich euch Schmetterlinge gezeigt, die in meinem Garten zu Gast waren. Unter den Insekten sind sie natürlich die auffälligsten Gartenbesucher und ziehen alle Blicke auf sich. Aber auch die kleineren Gäste sind bei näherer Betrachtung sehr interessant und hübsch.
Leider weiss ich nicht, um was für ein Tier es sich handelt. Vielleicht kann es mir jemand von euch sagen? Eva? ;-)




Auf der Wegwarte haben sich immer spezielle Insekten eingefunden, aber auch hier kann ich keines bestimmen. Ist aber nicht so schlimm, es ist einfach faszinierend zu sehen, was für eine Vielfalt es auch oder gerade in der Welt der Insekten gibt.

Für die wohl bekanntesten aller Insekten, die Honigbienen, habe ich dieses Jahr eine tolle Pflanze entdeckt: Das Alpen-Mannstreu. Mit seinem wunderschönen Blau ist es nicht nur eine Zierde für den Garten (Achtung, die Blüten haben Spitzen wie Nadeln!), es wurde von den Bienen regelrecht überfallen.
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Mittlerweile ist das Mannstreu verblüht, aber zuvor waren die Blüten immer voller Bienen und Hummeln.

Auch öfters in meinem Garten zu Besuch ist sie:
Nachbars Katze, die bei mir die Sonne geniesst und sich gerne auch mal ein bisschen streicheln lässt. Obwohl sie gelegentlich meine Blumenbeete als Toilette benutzt, freue ich mich immer sehr, wenn sie vorbeischaut. Sie ist so hübsch und fotogen, findet ihr nicht auch?

Und dann wollte ich euch noch zeigen, was kürzlich direkt neben dem Garten, im Schatten unseres Kirschbaumes, passiert ist:
Eine Kuh hat ihr Kälbchen auf die Welt gebracht.
Es war an einem Sonntagmorgen, ich war im Haus und habe irgendwann realisiert, dass die Kühe auf der Weide die ganze Zeit schon muhen. Das ist sehr aussergewöhnlich, denn normalerweise hört man keinen Mucks von ihnen.
Also bin ich mal nachschauen gegangen, was los ist. Und da lag es dann schon, das kleine Kälbchen. Noch ganz nass und geschafft von der Geburt.
Der Bauer war bereits von anderen Nachbarn informiert worden und zur Stelle, musste aber gar nichts mehr tun ausser sich freuen, dass alles so gut geklappt hat. 
 Lediglich als dann eine der anderen Kühe dem Kalb zu nahe kam, wurde die frischgebackene Mutter böse und der Bauer musste eingereifen.
Die Kühe sind nicht gerade zimperlich miteinander umgegangen, und für das Kälbchen hätte es gefährlich werden können, wenn es zwischen die Fronten (bzw. zwischen die wütenden Kühe) geraten wäre.
Den Weg zurück zum Stall hat es aber dann schon zur Hälfte selber geschafft, den Rest durfte es in der Schubkarre des Bauern fahren. :-)

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So, und falls ihr fürs kommende Wochenende noch eine Leseempfehlung brauchen solltet, hier habe ich eine für euch:

"Totenbleich"
Autor: Michael Katz Krefeld
Verlag: Goldmann


Eva, die Freundin des dänischen Kommissars Thomas Ravnsholdt, kurz Ravn, ist ermordet worden, der Täter wurde nie gefasst. Ravn hat dieses Ereignis bis heute nicht verkraftet und wurde deswegen vom Dienst suspendiert. Er ertränkt seinen Kummer im Alkohol und verkriecht sich auf seinem fast schrottreifen Boot, da er die Wohnung, in der Eva getötet wurde, nicht mehr betreten kann. Das Selbstmitleid, in dem Ravn sich regelrecht suhlt, hat es mir zu Beginn sehr schwer gemacht, den Kommissar zu mögen.

Allerdings besteht der Thriller aus verschiedenen Handlungssträngen, wovon insbesondere der eine mich dermassen ans Buch gefesselt hat, dass ich über meine anfängliche Antipathie Ravn gegenüber hinwegsehen konnte und nur noch wissen wollte, wie es weitergeht.

Eines Tages wird Ravn von seinem Freund Johnson gebeten, nach einer verschwundenen jungen Frau namens Masja zu suchen. Masja ist die Tochter von Nadja, einer guten Freundin von Johnson, und seit über zwei Jahren verschwunden. Zu diesem Zeitpunkt weiss ausser dem Leser noch niemand, dass Masja von ihrem spielsüchtigen Freund an skrupellose Zuhälter verkauft wurde, um Spielschulden zu tilgen. Damit begann für sie die Hölle auf Erden. Und immer wenn sie dachte, schlimmer könne es nicht werden, wurde sie eines Besseren belehrt.

Zeitgleich werden auf einem Schrottplatz immer wieder tote Frauen aufgefunden, die als Prostituierte gearbeitet haben - kunstvoll präpariert, effektvoll in Szene gesetzt und schneeweiss bemalt, so dass sie aussehen wie Statuen. Unheimlich... Allerdings lässt einer der Handlungsstränge den Leser bereits ahnen, wer aus welchem Grund hinter diesen Morden stecken könnte. Da der besagte Handlungsstrang allerdings in der Vergangenheit spielt, lassen sich keine Rückschlüsse auf Protagonisten im Hier und Jetzt schliessen, was die ganze Sache enorm spannend gemacht hat.

Der Schluss war dann gleichzeitig nervenaufreibend und etwas vorhersehbar (geht das überhaupt? Hier hat es der Autor auf jeden Fall geschafft), aber auch erleichternd, weil... Ja, das müsst ihr dann wohl selber lesen! ;-)

Ein spannendes Buch, das zwar im Mittelteil ab und zu gewisse Längen aufweist, aber ansonsten wirklich sehr spannend und teilweise sogar schockierend ist.

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 Geniesst das Wochenende!

Liebe Grüsse,
Nadia

Kommentare:

  1. Hallo liebe Nadia,
    bin zwar noch in der Sommerpause, aber heute mache ich eine kleine Blogrunde.

    Ach ist das schön, wenn man so eine Geburt Life mit erleben kann. Ich habe mal eine Schafsgeburt mit erlebt... mir kamen sogar ein paar Tränchen. Es ist schon erstaunlich was die Natur alles so vollbringt... kaum geboren und schon müssen die Kleinen laufen können und die Mutter hat sogar schon wieder soviel Kraft das sie ihr Kind verteidigen/beschützen kann.
    Ganz tolle Fotos hast Du gemacht!!

    Liebe Grüße und noch einen schönen August wünsche ich Dir.
    Biggi

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  2. Liebe Nadia,
    eigentlich bin ich gerade beschäftigt, aber ich bin auf der Suche und schreibe dir nachher nochmals, wenn ich etwas gefunden habe. Meine Quelle ist im Moment auf der Rückfahrt vom Bodensee und ich kann dir dieserhalb erst später etwas dazu sagen.

    Aber die Bilder sprechen für sich und sind schön. Ich habe mal auf dem BAuernhof meiner Oma die Geburt eines Kälbchens erlebt und wie der Viehdoktor da war. Ich fand es schon fast ein wenig erschreckend, als Kind das erleben zu dürfen/müssen. Als Erwachsener hätte ich es bestimmt anders gesehen.

    BIs nachher Eva

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    1. Ps. Mein BAuer hat aber auch kürzlich noch kleine Schäfchen gehabt.
      Ich muß da mal wieder hin, wie groß sie inzwischen sind.

      http://rundumludwigsburg.blogspot.de/2016/05/ein-kleines-schaf.html

      Lieben Gruß Eva

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    2. Da bin ich wieder.

      Es ist eine (Schweb)-Fliege

      https://de.wikipedia.org/wiki/Schwebfliegen

      Ich habe die Quelle nicht gebraucht, weil ich sie auch schon auf meinen Blog hatte.

      LG Eva

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  3. Liebe Nadia,
    was für ein schönes Ereignis. Die Natur schreibt doch die schönsten Geschichten.
    Das Buch hört sich spannend an. Da werde ich mir doch glatt die Leseprobe besorgen.
    Lg, Tanja

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  4. Liebe Nadia,
    was für schöne Naturaufnahmen du uns zeigst.......
    So schön....
    Ganz liebe Wochenendgrüße
    Jen

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  5. Hallo liebe Nadia!
    Na das hat man ja auch nicht zu oft, dass direkt vor der eigenen Haustür ein Kälbchen geboren wird! Wie toll, dass Du das so nah miterleben konntest. Die sind aber auch zu niedlich, wenn sie so wackelig auf die Beinchen kommen.
    Das Buch klingt eindeutig zu spannend für mich...
    Hab ein schönes Wochenende,
    liebe Grüße
    Vanessa

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  6. Liebe Nadia,
    auch die ganz kleinen Gartenbesucher sind sehr schön. Das entdeckt man immer erst auf Fotos. Das Alpen-Mannstreu kannte ich noch gar nicht. Wie schön das du praktisch die ersten Schritte des kleinen Kälbchens fotografieren konntest. Die Bilder sind ganz toll. Deine Buchvorstellung hört sich spannend an. Ach wenn ich doch nur mehr Zeit hätte. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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  7. Liebe Nadia,
    Das ist ja ein Erlebnis gewesen, so nahe die Geburt des Kälbchens zu erleben.
    Wunderschöne Fotos :-)
    Herzliche Grüße an Dich,
    Sabine

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  8. Liebe Nadia!
    Was für ein allerliebstes Erlebnis, wenn so ein Tierchen zur Welt kommt.
    Das ist einfach das Privileg des schönen Landlebens, dass man sowas live erleben darf.
    Hab einen guten Start in die neue Woche! Susanne

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  9. Wunderschön, die Geburt eines Kälbchens!Den ganzen Sommer schon will ich mir irgendwo eine Wegwarte ausgraben, ich hab noch keine gefunden. Das muss ich unbedingt tun, im alten Garten hatte ich immer welche, sie sind so schön!

    Sigrun

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  10. Liebe Nadia,
    wie schön, so nah die Geburt eines Kälbchens miterleben zu können! Danke für die wunderschönen Naturbilder!
    Ich wünsche Dir einen guten Start in eine schöne neue Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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