Donnerstag, 16. Juni 2016

Ausgeflogen

Heute zeige ich euch den letzten Teil der Hausrotschwänzchen-Geschichte.

7. Juni 2016:
8. Juni 2016:
 
9. Juni 2016:
Es wird Zeit, dass die "Kleinen" ausfliegen - der Platz wird mehr als knapp. :-)
 Hier zum Vergleich nochmals das allererste Bild der Vögelchen vom 25. Mai 2016:
Es ist doch wirklich sehr beeindruckend, wie schnell sich die Tiere von völlig hilflosen Vögelchen zu fast fertigen Rotschwänzchen entwickelt haben.

10. Juni 2016:
Sie sind weg. Oder zumindest nicht mehr im Nestchen, denn zwei von den Jungvögelchen waren noch ganz in der Nähe: Eines ist gleich mal im Geräteunterstand geblieben,
ein anderes hat Unterschlupf in unserer Garage gesucht.
Auch die anderen drei waren ganz bestimmt irgendwo in der Nähe, denn Mutter Rotschwänzchen hat vom Rosenbogen aus immer ganz aufgeregt gewarnt, wenn ich mich dem Blumenbeet vor dem Haus genähert habe (also kann ich da im Moment kein Unkraut jäten...).
Für die kleinen Vögel hat nun eine sehr kritische Zeit begonnen:

"Die Zeit zwischen dem Verlassen des Nestes und dem Erlangen gänzlicher Selbstständigkeit ist für junge Wildvögel die gefährlichste Phase ihres Lebens. Zwangsläufig müssen die Elterntiere ihren Nachwuchs über längere Zeiträume allein lassen, um nach Futter zu suchen. Während dessen hüpfen die Ästlinge mehr oder weniger schutzlos umher. Dabei zeigen sie ihren Eltern durch lautes Rufen an, wo sie sich gerade befinden. Diese Rufe locken allerdings nicht nur die Eltern an, sondern zeigen auch so manchem hungrigen Fressfeind an, wo sich die Beute versteckt hält. Bei drohender Gefahr flüchten Ästlinge nicht, sondern verhalten sich stattdessen ruhig und regungslos. Ihr einziger Schutz ist dann die Tarnung, die ihnen ihr meist recht unauffällig gefärbtes Federkleid bietet. Sind sichere Versteckmöglichkeiten wie beispielsweise Hecken, Holzstapel oder Reisighaufen vorhanden, in denen sie sich gern aufhalten, bleiben sie meist unentdeckt. Fehlen solche Unterschlupfmöglichkeiten, so werden die Ästlinge schnell zur leichten Beute für Katzen oder andere Fressfeinde." (Quelle: Wildvogelhilfe)

Hoffen wir für die Rotschwänzchen, dass alles gut geht!

Und vielleicht legt Frau Rotschwänzchen ja bald schon wieder Eier in das Nestchen und wir dürfen nochmals mitverfolgen, wie aus winzigkleinen Vögelchen beeindruckend schnell niedliche Federbällchen werden, wer weiss...

Liebe Grüsse,
Nadia

Kommentare:

  1. Liebe Nadia,
    ich bin immer noch sehr beeindruckt von deiner wunderbaren Foto Story. Zu sehen, wie die kleinen Vögel sich bei jedem Foto verändern, ist einfach so schön gewesen. Schade, das diese aufregende Zeit nun vorbei ist. Bestimmt werden die Kleinen noch einen Weile in deinem Garten bleiben, bis sie letztendlich ihre eigenen Wege gehen.
    Vielen Dank für deine schönen Bilder!
    Ganz liebe Grüße Andrea

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  2. Irgendwie ist mir jetzt ganz wehmütig zumute, liebe Nadia! Die Kleinen sind nun fort - ab in die große weite Welt. Ich drücke ihnen ganz fest die Daumen, dass sie allen Angriffen von außerhalb entwischen können. Unserem Fräulein Amsel ist es leider nicht gelungen. Ich sah sie in der Schnauze der davoneilenden Nachbarskatze.. snief!! Die Natur kann echt grausam sein. Liebe Nadia, vielen Dank für die wunderbare Fotostory! Es war mir immer ein Vergnügen die hübschen Rotschwänzchen zu begleiten!! Ganz liebe Grüße, Nicole

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  3. Liebe Nadia,

    wird schon alles gut gehen! einige von unseren kleinen Blaumeisen habe ich auch schon wieder in der Hecke sitzen sehen. Ich wünsche dir ab morgen ein schönes Wochenende.

    Liebe Grüße aus Berlin
    Doreen

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  4. Liebe Nadia,
    ich mochte deine kleine Storie über die Piepmätze.....
    Unsere Besuche ich auch täglich....aus den Eiern sind kleine Vögelchen geschlüpft.....
    Ich finde es faszinierend wie schnell sie wachsen.....
    Aber herrlich sie dabei zu beobachten....
    Ich werde dir demnächst unsere klienen Piepmätze zeigen.....allerdings weiss ich noch nicht um welchen Vogel es sich handelt.....
    Es gibt übrigens eine neue Bienenpost....
    Ganz liebe Grüße
    Jen

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  5. Toll, dass du die Entwicklung der Rotschwänzchen so genau mitverfolgen konntest und ich hoffe, dass sie keiner Katze zum Opfer fallen. Ich hab mich gar nicht getraut, mal in meinen Meisenkasten zu schauen. Aber Frau Kohlmeise beim fleißigen Hin- und Herfliegen zu beobachten, war auch nicht schlecht.
    LG Sigrun

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  6. Liebe Nadia,
    ich drücke diesen süßen Federbällen die Daumen, dass alle fünf gut in die Welt fliegen und vielleicht nächstes Jahr zu Dir ins Nest zurückkehren.
    Lässt Du das alte Nest an der Stelle?
    Dir einen schönen Abend, liebe Grüße
    Nicole

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  7. Ach wie schön, sie haben es geschafft. Danke für die bebeilderte Begleitung. Leider ist mein Schwalbennest nun leer .O(.
    Lieben Inselgruß

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  8. Wie schön Du das festgehalten und erklärt hast. Noch vor einem Jahr hatten wir so einen Fressfeind, der so flott war, daß selbst die Flucht nichts gebracht hätte.

    Nana

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  9. Liebe Nadia!
    Da drücke ich mal doll die Däumchen, dass alles gut läuft mit den putzigen Kleinen. Schon nett wenn man sowas in Live miterleben darf.
    Viele Grüße Susanne

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  10. Hallo liebe Nadia,
    wahnsinn wie schnell das bei den Tieren geht, aber das ist eben die Natur, da müssen die Kinder schnell groß werden.
    Ganz feste drücke ich die Daumen das sie einen guten Start ins Erwachsenenleben haben und immer schnell genug weg fliegen können wenn der Feind kommt.

    Ich war vor zwei Tagen wieder bei den Störchen und Schwalben (Fotos zeige ich nächste Woche). Die Störche im Nachbardorf sind schon recht groß geworden, aber unsere im Dorf haben dieses Jahr wohl keine Kinder bekommen...nichts zu sehen..leider. Und *freu* ein Schwalbenpärchen hat doch im vorderen Nest gebrütet, ich hab sie gesehen.

    Ein schönes Wochenende wünsche ich Dir
    Liebe Grüße
    Biggi

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  11. Liebe Nadia,
    das ist doch erstmal eine Freude, das es alle geschafft haben. Und sie sich alle in Deinem Garten wohlfühlen und auch Schutz hatten. Unsere Amsel ist jetzt fleißig am füttern. Gestern wollte ich ein Foto machen da lag noch ein Ei drin und Kücken. Leider konnte ich nicht so richtig reinschauen, wegen der Höhe. Und da kam auch gleich die Mutter mit wildem Schimpfen und hat sich ins Nest gesetzt. Die Amsel sind schon ohne Angst vor den Menschen. Doch wenn man sich dem Nest näher ist es schon Stress für die Vögel. Leider dürfen unsere Kinder jetzt auch nur im Sandkasten spielen. Das ist ja nicht unser großer Garten wo die Amsel brühtet sonder der kleine Garten. Jetzt sind wir immer mehr im Großen Garten mit den Kindern. Die Kinder freut das, da können sie mit den Roller fahren. Leider haben wir Dauerregen und das ist auch nix für die jungen Amseln. Und auch gegenüber der Hecke ist eine große Baustelle mit viel Lärm. Nur ein Zaun trennt die Hecke von der Baustelle. Da muss man sich schon wundern, was so Vögel in der Stadt gewöhnt sind. Unser Kindergarten ist Mitten in der Stadt ( Nürnberg ) die Bahngleis ist nur einpaar Meter entfernt. Und Unser Garten ist groß und hat viele Bäume und Hecken. Ich sage wir sind die grüne Oase zwischen so vielen Häusern.Natürlich gibt es auch viele Parks bei uns in der Stadt. Wenn ich glück habe kann ich bestimmt mal ein Bild machen.
    Schönes Wochenende Gruß Ursula

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  12. Liebe Nadia!
    Och es ist doch aber schön, dass Du zwei von ihnen auf jeden Fall noch einmal gesehen hast!
    Ich drücke ganz feste die Daumen, dass alle kleinen Piepmätze den Sprung ins Leben schaffen!
    Ganz liebe Grüße zu Dir
    Vanessa

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  13. Das ging so schnell! Wahnsinn, oder?! Unsere Meisenkinder sind auch weg. Das weiss ich aber nur, weil keine Eltern mehr zum Füttern kommen. Ich hoffe, sie haben es gut überstanden... und sind nicht unserem Kater zum Opfer gefallen :/
    Ich drück die Daumen für deine Süßen!!
    Herzliche Grüße
    Dani

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