Montag, 28. September 2015

Blutmond

Wie blickst du hell und rein,
O Mond, zur Welt hinein!
Ob Wolken dich necken,
Dich wollen bedecken,
Du blickst doch hell und rein,
Zur weiten Welt hinein.
Du hast schon mache Nacht,
O Mond, bei mir gewacht;
Mein Klagen gemindert,
Mein Leiden gelindert,
Hast mild mich angelacht,
Hast fröhlich mich gemacht.
O du des Friedens Bild,
O Mond, so hell und mild!
Wie dort auf der Welle
Der silbernen Quelle,
Blick in mein Herz hinein,
Mit deinem milden Schein!

Hell und rein wie im Gedicht von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben war der Mond heute Nacht zwar auch, aber nur zeitweise. Kurz nach drei Uhr am Morgen hat ein Naturschauspiel begonnen, für das sich das frühe Aufstehen mehr als gelohnt hat.
 
 
 
 
 
 
 
Es war wirklich unglaublich faszinierend, die totale Mondfinsternis beobachten zu können - wie schön, dass auch das Wetter mitgespielt hat!

Liebe Grüsse
Nadia

P.S.: Gerade habe ich gelesen, weshalb der Mond so rot geworden ist (nein, nicht wegen der Lichtbrechung): Weil so viele ihn beobachtet haben. :-))

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Freitag, 25. September 2015

Des Herbstes Krönung: Morgennebel

Ich liebe den Herbst. Weil es draussen nicht mehr so heiss ist. Weil die Blätter der Bäume sich wunderschön verfärben. Weil das Laub beim Waldspaziergang so schön unter den Füssen raschelt und es herrlich nach Herbst riecht. Weil man abends wieder ein Feuerchen im Ofen machen kann. Weil wieder Kerzen-Zeit ist. Und Back-Zeit. Und Einmach-Zeit. Weil die Abende länger werden und man wieder viel Zeit im Haus verbringt, liest, strickt, häkelt (dazu nachher gleich mehr). Und weil es endlich wieder Morgennebel gibt.

Wenn ich am Morgen aus dem Fenster schaue und es sieht so aus
dann weiss ich: Es wird ein guter Tag. :-)

Ich erledige, was erledigt werden muss, und dann zücke ich die Häkelnadel. Kürzlich habe ich mich endlich an ein Projekt gemacht, das ich schon so lange in Angriff nehmen wollte: Gehäkelte Gartenkrönchen.
Vorletztes Wochenende habe ich dann endlich meinen ersten Versucht gestartet, der aber gründlich in die Hose gegangen ist. Woran es lag, weiss ich nicht, aber das Ergebnis zeige ich euch besser nicht.

Werfen wir lieber einen Blick auf die Königin der Blumen. 
Ist euch schon mal aufgefallen, dass die Rose im Herbst von Natur aus ein Krönchen trägt, sobald sie ihr Sommerkleid abgelegt hat? Und vielleicht erröten die Hagebutten ja aus Verlegenheit, weil sie ausser dem Krönchen so gar nichts mehr anhaben. Wer weiss schon, was in so einem Köpfchen vorgeht...
Am Montag nach meinem missglückten Krönchen-Häkelversuch bin ich in den Baumarkt, habe neue Gartenschnur gekauft (dieses Mal dünnere - vielleicht lag's ja daran?) und hab einen weiteren Anlauf genommen, der dann von Erfolg gekrönt :-) war.
Ein Krönchen nach dem anderen ist entstanden, ich konnte gar nicht mehr aufhören bis alle Schnur aufgebraucht war. Aber natürlich will ich nicht meinen ganzen Garten mit Krönchen zudekorieren. Und deshalb bin ich heute wieder bei Petras Tauschfreitag dabei und biete eine kleine Krone aus Gartenschnur gegen irgendetwas anderes Schönes zum Tausch an. Einen Wunsch hab ich nicht und lass mich deshalb gerne überraschen, ob mir etwas angeboten wird und wenn ja was.
 
Einen schönen Tag und liebe Grüsse,
Nadia

Dienstag, 22. September 2015

Ein bisschen Frühling im Herbst

Kennt ihr das auch? Zeitgleich mit den ersten Herbsttagen taucht bei mir immer das Bedürfnis auf, Blumenzwiebeln in den Boden zu stecken. Blausternchen, kleine Narzissen, Traubenhyazinthen, Winterlinge und ganz besonders natürlich meine absoluten Lieblingsblümchen: Schneeglöckchen. 
Extra für mich - na ja, zumindest für Leute wie mich ;-) - hat nun Günter Waldorf ein Büchlein über diese zauberhaften Zwiebelpflanzen geschrieben:

Schneeglöckchen - Zauber in Weiss
Erschienen ist es im DVA Verlag.

Natürlich musste ich dieses Buch unbedingt haben und kann es kaum mehr aus den Händen legen, seit es bei mir eingetroffen ist. Schon allein das Titelbild besticht, ein zartes Schneeglöckchen vor dunklem Hintergrund, das bereits jetzt eine gewisse Vorfreude auf die ersten wärmeren Tage nach dem bevorstehenden Winter weckt.

Und wenn man dann den Einband entfernt und sich das "nackte" Buch anschaut, wird man ebenfalls nicht enttäuscht: Das Buch selber sieht von der Farbgestaltung her aus wie ein Schneeglöckchen in leicht irisierendem Weiss mit einer zartgrünen Aufschrift. Eigentlich ist das allein schon grund genug, das Buch unbedingt haben zu müssen.
Aber natürlich hat es noch viel mehr zu bieten: Es beginnt mit einem interessanten Vorwort, geht weiter zu einem ausführlichen Kapitel über die Pflanze selber (das man erfreulicherweise auch problemlos versteht, ohne Botaniker zu sein), dann folgt eine noch viel ausführlichere Abhandlung über die verschiedenen Arten, welche ich aber (noch) nicht so spannend fand und nur überflogen habe - ich wollte endlich zu den 300 (!!) Pflanzenportraits kommen. Sicher werde ich aber später noch Details über die verschiedenen Arten nachlesen.
Im Kapitel "Schneeglöckchen im Garten" erfährt man unter anderem, wie die Zwiebelchen richtig gepflanzt werden, welche Ansprüche die Pflanzen haben, welchen Standort sie mögen und  sogar etwas über den natürlichen Feind des Schneeglöckchens - den Rasenmäher. Wobei ich mich aber schon frage, wer so früh im Jahr mit dem Rasenmäher im Garten unterwegs ist.
Weiter folgen praktische Hinweise zu Pflege und Vermehrung, und auch über Schädlinge und Krankheiten schreibt der Autor.
Dem Sammeln an sich wird ein eigenes Kapitel gewidmet (kein Wunder, bei der unglaublichen Mange an Sammelobjekten!), aber beim Lesen konnte ich mich gar nicht so richtig konzentrieren. Mein einziger Gedanke war: Wo bekomme ich all die verschiedenen Schneeglöckchensorten her? Im Buch wird von Gärtnereien mit einem reichhaltigen Angebot geschrieben, von Schneeglöckchentagen ist die Rede und die dazugehörigen Bilder machen mich ganz nervös, weil ich unbedingt auch so eine Gärtnerei oder noch besser Schneeglöckchentage (was für ein schönes Wort!) in meiner Gegend haben möchte.
Das Buch weckt Begehrlichkeiten und ich werde nun versuchen, an das eine oder andere spezielle Schneeglöckchen heranzukommen - bloss an welches von den 300 vorgestellten Sorten? Eigentlich egal, denn wunderschön und zauberhaft sind sie alle!
Liebe Grüsse,
Nadia

Montag, 21. September 2015

Eye of the Tiger

Nach dem Elefanten- und dem Gorillapost nehme ich euch heute wieder mit in den Zoo.
Die Tiger im Zoo Zürich haben seit 2001 eine neue Anlage. Das Ziel der neuen Anlagen ist es, die Tiere in einer grosszügigen Anlage zu zeigen, die dem natürlichen Lebensraum sehr nahe kommt. Tiger und Schneeleoparden sind Tiere der kalten Zone unserer Erde, sie brauchen keine geheizten Innenställe. Der Zoo Zürich hat sich deshalb schon vor längerer Zeit entschlossen, die Aussenanlagen für Amurtiger, Schneeleoparden, Mongolische Wölfe und Kleine Pandas neu zu gestalten. Im Gesamtplan des Zoos wurde diese Region «Himalaya» getauft. Die neue Anlage für den Amurtiger ist mit vielen Pflanzen, einem kleinen Bach und einer vielzahl Felsen der natürlichen Heimat der Tiere in Sibirien nachempfunden. Die Tiere halten sich häufig im Freien auf und können bei der Futtersuche, beim Fressen, beim Ruhen, beim Spielen und im Wasser beobachtet werden. Die Anlage bietet auch genügend Platz für allfälligen Nachwuchs.
(Text: Zoo Zürich)
Da es nicht selbstverständlich ist, einen der Tiger zu Gesicht zu bekommen - sie haben in der Anlage viele Versteckmöglichkeiten - habe ich mich natürlich sehr gefreut, dass wir dieses Mal rechtzeitig zur Fütterung bei der Anlage waren und daher das wunderschöne Tier ausführlich bewundern konnten.
Diese Tatzen!
Der Amurtiger ist mit einer Länge von bis zu vier Metern die grösste Katze der Welt. Er lebt weiter nördlich als alle anderen Tiger im Einzugsgebiet der Flüsse Amur und Ussuri in der chinesisch-russischen Grenzregion nördlich von Wladiwostok, wo im Winter Temperaturen von bis zu minus 40°C herrschen. Deshalb trägt er einen besonders dichten und langen Winterpelz, sein Brusthaar kann bis 10 cm lang werden. Er ist ein Einzelgänger, der sich unter anderem von Hirschen und Wildschweinen ernährt. Seine Schwimmkünste sind hervorragend. Der Amurtiger ist stark vom Aussterben bedroht und sein Bestand wird auf rund 450 Tiere geschätzt.
(Text: Zoo Zürich)
Wer noch mehr über den Amurtiger erfahren möchte, klickt hier. *klick*
Mein eigener kleiner Amurtiger :-) hat gestern eine Unaufmerksamkeit meinerseits (sehr spontaner Aufbruch zu einem Herbstpaziergang, ohne vorher die Schachtel mit meinen Halstüchern wegzuräumen) gnadenlos ausgenützt und sich ein gemütliches Nickerchen gegönnt.

Einen schönen Start in die Woche und liebe Grüsse,
Nadia

verlinkt bei
MakroMontag
MacroMonday

Samstag, 19. September 2015

Der Morgen

Fliegt der erste Morgenstrahl
Durch das stille Nebeltal,
Rauscht erwachend Wald und Hügel:
Wer da fliegen kann, nimmt Flügel!
Und sein Hütlein in die Luft
Wirft der Mensch vor Lust und ruft:
Hat Gesang doch auch noch Schwingen,
Nun, so will ich fröhlich singen!
Hinaus, o Mensch, weit in die Welt,
Bangt dir das Herz in krankem Mut;
Nichts ist so trüb in Nacht gestellt,
Der Morgen leicht machts wieder gut.
(Josef von Eichendorff)
 (und: Blick aus meinem Wohnzimmerfenster am frühen Morgen)

Ein schönes Wochenende und liebe Grüsse,
Nadia

Verlinkt bei Katja

Freitag, 18. September 2015

Backe backe Kuchen...

Bei uns ist heute Tag des Apfels. Ich mag Äpfel gerne, aber nur solange sie schön knackig sind. Sobald sich ein Apfel nicht mehr fest anfühlt, mag ich ihn roh nicht mehr essen. Aber zum Glück sind Äpfel ja wahre Multitalente und lassen sich ganz vielfältig verarbeiten. Zum Beispiel zu einer leckeren Apfelwähe.
Dazu braucht ihr ein paar Äpfel (auch gerne die schon etwas labberigen), 1,8 dl Vollrahm, 1 dl Milch,
1 Päckchen Vanillezucker, 3-4 EL Zucker und 2 Eier. Den Teig kann man natürlich selber machen, aber ich bevorzuge die bequeme, schnelle Variante und nehme immer einen Fertigteig.

Diesen legt man in die zuvor gefettete Form und sticht ihn mit einer Gabel ein. Muss nicht schön aussehen, sieht man ja nachher sowieso nicht mehr. :-)
Den Teig kurz in den Kühlschrank stellen, den Ofen auf 230 Grad vorheizen 
und in der Zwischenzeit die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und dann raffeln. Man kann auch Schnitze schneiden, ich finde aber, dass die geraffelte Variante einfach besser ist.
Den Guss herstellen: Rahm, Milch, Vanillezucker, Zucker und Eier gut und kräftig mit dem Schneebesen verrühren.
Danach den Teig wieder aus dem Kühlschrank nehmen, mit gemahlenen Haselnüssen bestreuen

und die geraffelten Äpfel darauf verteilen.
Den Guss darübergiessen
und das Ganze für genau
backen. 30 Minuten sind aber auch okay. :-)

Tja, und von der fertigen Wähe habe ich leider tatsächlich kein Foto gemacht! Mittlerweile ist sie ohnehin komplett aufgegessen... Aber so sollte das Endergebnis dann ungefähr aussehen:
Quelle: www.swissmilk.ch
Und nachdem die Äpfel nun aufgebraucht sind, liegen noch ein paar nicht mehr ganz taufrische Zitronen rum... Mal schauen, was aus ihnen wird. :-)

Habt einen schönen Tag!

Liebe Grüsse,
Nadia

Verlinkt bei Naddels Aktion  "Kompott statt Kompost"