Montag, 31. August 2015

Shades of Grey - oder: Was für ein toller Hintern!

Einmal jährlich besuchen wir den Zoo in Zürich, und unser erster Gang führt uns immer zu den Elefanten.
Bezüglich der Elefantenhaltung ist der Zoo Zürich sicher beispielhaft und es ist wirklich eine Freude, die Tiere im 11'000 m2 grossen Elefantenpark zu beobachten.

Dieses Jahr hatten wir sogar das Glück, einem der Tiere beim Tauchen zuschauen zu können. Für eine gerade anwesende Schulklasse wurde es - mit Äpfeln - ins Wasser gelockt. 
Da wir gerade noch so hinten links in einer Ecke zum Zuschauen Platz gefunden haben, sind meine Fotos nicht so toll geworden und man sieht fast mehr von der Tauchfenster-Einfassung, als vom Elefanten.
Trotzdem war es sehr eindrücklich, ein so grosses Tier im nassen Element zu sehen. Findet ihr nicht auch, dass er sehr elegant aussieht?
 Fast ein bisschen wie eine etwas pummelige Meerjungfrau! :-)
Man beachte die Luftbläschen aus dem Rüssel.

Von ausserhalb des Wassers betrachtet sieht das elefantische Planschvergnügen dann so aus:


Man sieht ihm die Freude richtig an, finde ich.

Ganz speziell war, als das grosse Tier mich direkt angeblickt hat.
Vielleicht hat es auf noch einen Apfel gehofft... :-)
Am liebsten hätte ich einen der Elefanten mit nach Hause genommen. Weil das aber nicht geht, muss frau sich halt anders zu helfen wissen...

Also habe ich die Häkelnadel gezückt und präsentiere euch meine Ersatzlösung:

Kleiner, pflegeleichter und einfacher zu transportieren. :-)

Habt einen guten Wochenstart.

Liebe Grüsse,
Nadia

Donnerstag, 13. August 2015

Gefiederter Besuch und geschenktes Buch

Kürzlich wurde mir vom Verlang Blanvalet freundlicherweise ein Buch zur Verfügung gestellt, über welches ich eine Rezension schreiben darf (kommt gleich!). Natürlich lese ich im Moment meistens am Abend draussen, wenn es nicht mehr so unerträglich heiss ist.
 
Ab und zu bekomme ich dann Besuch. Von einer Nachbarin. Von einer Katze. Oder auch mal von einer Bachstelze. :-)
Zuerst hat sie mich aus sicherer Distanz beobachtet, doch dann hat sie sich neugierig immer näher herangewagt.
 Vielleicht wollte sie sich auch einfach nur ein bisschen im Schatten ausruhen.

 Oder sie hat gehofft, etwas Leckeres im Rasen zu finden. :-)

Hübsch und fotogen ist sie auf jeden Fall, oder?

Die Bachstelze hat meine Lektüre unterbrochen, aber das war überhaupt nicht schlimm. Denn das Buch, das ich euch heute vorstellen darf, ist ... sagen wir mal so: Nicht so ganz meins. :-)

"Der Lilienmörder" von Jane Casey, erschienen im Blanvalet-Verlang.

Der Klappentext hat mich vermuten lassen, dass es ein Buch ganz nach meinem Geschmack sein könnte:

"Er trifft sich mit Frauen. Gewinnt ihr Vertrauen. Und tötet sie. Das ist alles, was Maeve Kerrigan über den Täter weiß. Auf sadistische Art und Weise entfernt er seinen Opfern die Augen und schneidet ihnen die Haare ab. Dabei hinterlässt er an keinem der Tatorte Spuren, lediglich weiße Lilien. Lange tappt Maeve im Dunklen – bis ein dritter Mord geschieht, der auf ihren Kollegen Josh Derwent hinweist. Und es ist nicht das erste Mal, dass Derwent der Verdächtige in einem Mordfall ist. Einem Mordfall, der mit diesem dritten Verbrechen scheinbar viele Ähnlichkeiten aufzuweisen hat und zurück in seine Vergangenheit führt..."

Ich habe mich geirrt. Der Anfang - das heisst die ersten paar Seiten - war zwar noch einigermassen okay, obwohl ich es nicht so gerne mag, wenn die Autoren den Personen in ihren Büchern allzu ungewöhnliche Namen geben. Ich möchte zumindest ansatzweise wissen, wie man die Namen wohl richtig ausspricht - und bei "Olesugwe" muss ich wirklich passen. Und zu allem Überfluss sind da auch noch die Schwestern, die tatsächlich "Princess" und "Blessed" heissen - da wundert es mich eigentlich sehr, dass nicht deren Eltern die ersten Mordopfer im Buch sind... Ausserdem hatte ich aufgrund dieser aussergewöhnlichen Namen einen Moment lang das Gefühl, in einem Fantasy-Roman mit Elfen, Feen und Kobolden gelandet zu sein.

Auf die ersten paar halbwegs spannenden Seiten folgt schon bald sehr, sehr viel Blabla, das ich mir nur deshalb angetan habe, weil mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde. Hätte ich es mir selbst gekauft, hätte ich es zugeklappt, als Fehlkauf verbucht und jemandem weitergegeben, der vielleicht mehr damit anfangen kann. Aber wie gesagt, ich habe mich durchgekämpft und mir endlos scheinende Abhandlungen darüber angetan, welche U-Bahn-Linien die Ermittler nehmen müssen um an den Tatort zu gelangen, dass Maeve für das herrschende Wetter die falschen Schuhe angezogen hat und weshalb sie sich keinesfalls bei ihrem Kollegen Josh unterhaken will.

Vermutlich könnte man das Buch locker um die Hälfte kürzen, ohne irgendwelche für die Story halbwegs relevante Ereignisse wegzulassen. Spannender würde es deswegen leider trotzdem nicht, die Geschichte zieht sich zäh wie Kaugummi. Ungefähr ab Seite 200 wird es zwar etwas besser, als nämlich der unter Mordverdacht stehende Polizist Josh die Geschichte erzählt, deretwegen er vor vielen Jahren schon einmal als Mordverdächtiger in den Fokus der Ermittler gelangte. Aber im Nachhinein weiss ich gar nicht recht ob diese Passage wirklich spannend war. Vielleicht war ich auch bloss erleichtert, dass endlich mal wieder überhaupt ein bisschen Bewegung in die Story gekommen ist.

Kurz nach Seite 300 (von insgesamt 576) wusste ich, wer der Täter ist, und zwar mit einer solchen Sicherheit, dass ich viel darauf gewettet hätte (und ich wette eigentlich nie!). Heisst also: Noch gut 270 Seiten lesen, obwohl man das Ende schon kennt. Spannend ist anders...

Kurz gesagt: Ein Buch, das man nicht gelesen haben muss. :-)

Was man aber dafür unbedingt gesehen haben muss:
Dieses Mal haben es die jungen Rotschwänzchen geschafft und die Hitze unterm Dach überlebt. Vor einigen Tagen sind sie ausgeflogen, und dieses herzige Exemplar hat sich - mit etwas grimmigem Blick zwar, aber immerhin - fotografieren lassen. Ich hoffe jetzt schon, dass sie ihre erste Reise in den Süden gut überstehen und im nächsten Frühling wieder zurückkommen.

Habt einen schönen Tag!

Liebe Grüsse,
Nadia

Montag, 10. August 2015

Kiss me!

Auf einem Waldspaziergang ist uns gestern dieser noch verzauberte Märchenprinz begegnet.
Und obwohl niemand ihn küssen wollte, hat er freundlich in die Kamera gelächelt,
bevor er sich wieder auf den Weg in sein Versteck gemacht hat.
Einen schönen Wochenstart und liebe Grüsse,
Nadia

P.S.: Kurz nach Veröffentlichung dieses Posts wurde mir mitgeteilt, dass es sich bei diesem verzauberten Prinzen aufgrund der Farbe auf jeden Fall um Prinz Harry handeln muss! :-))

verlinkt bei
MakroMontag
MacroMonday
I Heart Macro


Montag, 3. August 2015

Häkeleien

Nachdem die heissesten Tage des Jahres (hoffentlich) vorbei sind und man nicht mehr das Gefühl hat, dass die Häkelnadel von der Sonne so aufgeheizt wird, dass man sich daran die Finger verbrennen kann :-), habe ich es mir am Wochenende mit dem Häkelzeug im Strandkorb bequem gemacht und endlich mein Sommerkissen fertig gehäkelt. Wurde auch wirklich Zeit, denn obwohl für diese Woche wieder sehr warme Temperaturen angesagt sind, habe ich doch das Gefühl, dass schon eine Vorahnung von Herbst in der Luft liegt (aber vielleicht ist das auch nur Wunschdenken).
Obwohl das Kissen sehr bunt geworden ist, gefällt es mir richtig gut.

Klar, dass auch sie sich wieder mal ins Bild drängen muss.
Aber eigentlich...
standen Stuhl, Kissen und ich...
nur im Weg.
Shiva (und im Hintergrund auch Indra) waren nämlich im Jagdfieber.
Und nach diesem Bild war die Fliege dann Geschichte. :-)
Da ich nach der Fertigstellung des Kissens schon mal so schön im Häkelrhythmus war, habe ich gleich weitergemacht - vor einiger Zeit habe ich nämlich bei Blogg dein Buch das Buch "Süsse Minis häkeln" gesehen, mich darum beworben und wurde prompt vom Verlag blv ausgewählt, um dazu eine Rezension zu schreiben.
In diesem Büchlein werden insgesamt 40 hübsche Projekte vorstellt, die - wie der Begriff "Minis" im Buchtitel schon erahnen lässt - ohne allzu grossen Zeitaufwand umgesetzt werden können. Mir haben es auf den ersten Blick die Eicheln auf dem Titelbild angetan (sicher nicht in der vorgeschlagenen Farbkombination, aber bei der Garnwahl ist man ja frei). Dazu später mehr.

Das Buch hat ein gutes Format, griffige Seiten und bleibt auch einigermassen gut offen liegen, was ja durchaus wichtig ist, um die Anleitungen nacharbeiten zu können. :-)

 
Eingeführt in die Häkelwelt wird man mit einem netten Vorwort der beiden Autorinnen Jessica Bewernick und Katrin Bloeck, direkt gefolgt von einer "kleinen Häkelschule", die ich zugegebenermassen übersprungen habe.

Dann folgen die Anleitungen, aufgegliedert in verschiedene Kapitel. Unter "Für dich" findet man beispielsweise ein gehäkeltes Stirnband (das ich persönlich niemals tragen würde, aber Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden), eine Fuchsapplikation, die bei kleineren Kindern bestimmt Begeisterung auslöst und eine Häkelmütze, die mir - vielleicht noch mit einer Häkelblume verziert - auch gefallen würde.

Es folgen Ideen "für deine Liebsten": Kleine Geschenke wie zum Beispiel gehäkelte Bällchen (für Kleinkinder oder - in Ermangelung dieser - für Haustiere), eine Schnullerkette, Glückssteine (die finde ich ganz toll: Zart umhäkelte Steine, werden sicher noch nachgearbeitet),
und ein Herzkissen, in welches man ein Kirschkern-Innenleben einfüllen kann und das somit an kalten Wintertagen für Wärme sorgt. Ausserdem findet man in diesem Kapitel auch die Anleitung für die Eicheln.
Sie sind ruckzuck gehäkelt, doch leider hatte ich nur noch drei einsame Eichelhütchen vom letzten Herbst übrig. Wären noch mehr dagewesen, hätte ich wohl ein ganzes Schälchen voller Eicheln gehäkelt. So bleibt es jetzt halt vorerst bei diesen drei, bis im Wald wieder Hütchen zu finden sind. :-)
Schliesslich findet man im Kapitel "Für dein Zuhause" Anleitungen für Untersetzer (hübsch, aber natürlich so ähnlich auch schon gesehen), Teelichter im Kleidchen (absolut bezaubernd),
Schleifengirlande (na ja, ist gar nicht so meins...), Topflappen, Dekotierchen etc. Auch ein Häkelalphabet findet sich bei den Anleitungen.
 
Zwar möchte ich keine Häkelbuchstaben-Botschaften auf Decken oder Kissen schreiben. Aber die Idee, unserem immer neugierig zu uns spähenden Nachbarn mit einer auf der Terrasse aufgehängten Kombination aus Wimpelkette und Häkelbuchstaben-Botschaft was zum Gucken zu geben, hat durchaus einen gewissen Reiz... :-)

Das süsse Buch könnt ihr übrigens hier direkt bestellen *klick*.

Oder ihr könnt euer Glück hier bei mir versuchen. Denn da ich mittlerweile wirklich schon einige Häkelbücher habe und sicher noch weitere dazukommen werden, gebe ich mein Exemplar weiter. Schreibt einfach im Kommentar, wenn ihr es haben möchtet. Bei mehreren Interessentinnen werde ich am kommenden Mittwoch auslosen.

Habt einen schönen Tag.
Liebe Grüsse,
Nadia

Samstag, 1. August 2015

Regennacht

Bei uns war es wochenlang zu heiss und zu trocken, kein Tropfen Regen ist gefallen.

Als dann eines Abends endlich der langersehnte Regen kam, war die Freude gross. Leider hat es bisher noch nicht genügend geregnet, aber: Wenig ist besser als gar nichts.

Dieses Foto ist nach der regnerischen Nacht ganz früh am Morgen entstanden.
Übrigens: Es gibt fast kein schöneres Geräusch als dasjenige von Regentropfen auf dem Dachfenster über dem Bett... :-)

Ein schönes Wochenende!
Liebe Grüsse,
Nadia

Verlinkt bei Katja