Dienstag, 30. Juni 2015

Faszinierende Leichtigkeit

Gäser im Garten? Für mich bisher nicht wirklich ein Thema. Im Herbst ab und zu mal eines im Topf, vor der Haustüre oder neben der Garage. Aber frei ausgepflanzt im Garten - nein. Bis mir der Verlag DVA dieses tolle Buch zur Verfügung gestellt hat:
Faszinierende Leichtigkeit: Gräser
von Elke Borkowski und Kathrin Hofmeister

Allein schon das Titelbild hat bei mir Begehrlichkeiten geweckt: Diese zarten Gräser vor lilafarbenem Hintergrund - muss ich haben! Nach dem ersten Durchblättern des Buches war ich von vielen der vorgestellten Gräser so angetan, dass ich schon fast in Erwägung gezogen habe, einen Bagger auf unser Grundstück fahren und alles umgraben zu lassen, so dass ich mit der Gartenplanung nochmals von vorne anfangen kann. Dieses Mal dann mit ganz vielen Gräsern. :-)
Das werde ich natürlich nicht tun, aber mit Sicherheit werden in der nächsten Zeit in meinem Garten einige Eckchen durch diese faszinierenden Pflanzen aufgewertet.
Das Buch ist für mich eine sehr gelungene Mischung aus Fachbuch und Bildband. Es ist in verschiedene Teile aufgegliedert, so findet man beispielsweise ein Kapitel zur Geschichte der Ziergräser, es wird erklärt, wie man Gräser im Jahresverlauf richtig pflegt und hegt (viel zu tun gibt es nicht: Gräser sind unkompliziert und robust), es werden Gräser vorgestellt die sich besonders zur Pflanzung in Gefässen eignen und selbstverständlich finden sich viele Gräserporträts, in denen man Wissenwertes zu Blatt, Blüte, Standort etc. erfährt.
(Gras in Zinkwanne: Jetzt noch im Buch, demnächst in meinem Garten!)

Das alles ist nicht standardmässig und trocken im Stil eines herkömmlichen Gartenratgebers aufgelistet, sondern so verpackt, dass man das Buch gerne von vorne nach hinten durchliest. Dank der gut erkennbaren einzelnen Pflanzenporträts findet man aber auch schnell zu den einzelnen Pflanzen. Und hat man es einmal richtig eilig, gibt es auch noch ein Inhaltsverzeichnis, das sofort zur richtigen Seitenzahl verweist. Immer wieder finden sich Gestaltungsvorschläge, die wahnsinnig verlockend sind und die man am liebsten gleich im eigenen Garten umsetzen würde.
Gräser sind immer schön, für jede Zeit im Jahr gibt es geeignete Exemplare. Meiner Meinung nach entfalten sie aber besonders im Herbst und Winter einen ganz besonderen Zauber: Im Herbst wenn die Sonne ihre Blütenstände flirren und leuchten lässt und im Winter, wenn Väterchen Frost seine eisigen Spitzen kunstvoll auf ihnen drapiert.
Das Buch ist mit einem Preis von CHF 27.90 (bzw. € 24.99) sicher nicht gerade ein Schnäppchen, aber es ist auf alle Fälle das Geld wert. Ein Buch, das man nicht nur zur Hand nimmt wenn man etwas Bestimmtes über ein Gras wissen muss, sondern in dem man auch gerne mal einfach so blättert und schmökert.

Habt einen schönen Tag!

Liebe Grüsse,
Nadia

Auf den letzten Drücker verlinkt bei Nicole  :-)

Montag, 29. Juni 2015

Love is in the air

Heute bin ich mal wieder beim Makro-Montag dabei. Aber Achtung: Die Bilder sind nicht jugendfrei! :-)
 
Einen schönen Wochenstart und liebe Grüsse,
Nadia
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MakroMontag
MacroMonday
I Heart Macro

Samstag, 27. Juni 2015

Der Himmel hängt voller Rosen

Wenn ich vor unserem Gartentürchen stehe und den Kopf hebe um in den blauen Himmel zu schauen, sehe ich blauen Himmel - und Rosen. :-)
Die namenlose Rose (laut Etikette sollte es eine New Dawn sein, was sie aber sicher nicht ist...) habe ich vor zwei Jahren für gerade mal CHF 2.00 vom Ausverkaufs-Regal eines Gartencenters gerettet. Nachdem sie im vorletzten Frühling eine ziemlich brutale Umpflanzaktion über sich ergehen lassen musste, bei der sie den grössten Teil ihrer Wurzeln eingebüsst hatte, zeigt sie sich dieses Jahr überhaupt nicht nachtragend.
Sie hat letzten Sommer schon geblüht, aber dieses Jahr ist sie wirklich traumhaft und stiehlt dem blauen Himmel und den zarten Wölkchen fast ein bisschen die Show. :-)
Habt ein schönes Wochenende!

Liebe Grüsse,
Nadia

Verlinkt bei Katja




Mittwoch, 24. Juni 2015

Mein Freund schenkt mir nie Blumen...

...denn die kann ich mir selber kaufen. :-)
Oder sie mir einfach aus dem Garten holen.


Der Holunder hat nochmals ein paar frische Blütendolden nachgeschoben.

Das duftet so fein!

Wie gesagt, Blumen bringt mir mein Freund fast nie, dafür aber immer mal wieder andere tolle Sachen, über die ich mich ehrlich gesagt mehr - und vor allem länger - freue als über einen Blumenstrauss.
Zum Glück hat er auch eine Vorliebe für Dinge aus vergangenen Zeiten. Sachen, denen man ansieht, dass sie nicht neu sind, die einen ganz besonderen Charme ausstrahlen. Wie zum Beispiel diese Kuhglocke.
Oder dieser Leiterwagen.

Eigentlich wollte ich ihn weiss streichen, aber jetzt, wo er so neben unserer Garage steht, habe ich es mir anders überlegt. Er ist schön, so wie er ist.

Im Leiterwagen steht eine kleine Zinkwanne, in der meine Herbstdekoration heranwächst.

Gelbe Blüten... Das hat bei mir wirklich Seltenheitswert, vor allem im Sommer. Aber Zierkürbisse blühen nun mal gelb. :-) Ich bin gespannt, ob sich daraus wirklich kleine Kürbisse entwickeln und wenn ja, was für welche.

Zinkwannen hat mein Freund nun schon einige nach Hause gebracht, aber davon hat man ja nie genug. So hat denn auch meine Rhabarberpflanze (die noch ganz jung ist und deshalb dieses Jahr einfach wachsen darf, ohne abgeerntet zu werden) ein Plätzchen in einer Zinkwanne bekommen, und ein kleines Salat- und Kräutergärtchen habe ich ebenfalls angelegt. Das hat den Vorteil, dass es - bis jetzt - tatsächlich schneckenfrei geblieben ist.

Selbstverständlich gibt es auch einen kleinen Zinkwannenteich!
Vor allem in den Abendstunden finden sich dort immer Vögel ein, die auf die ins Wasser gelegten Steine hüpfen, um ihren Durst zu stillen. So herzig!

Apropos Vögel: Die Rettungsaktion für unser kleines, armes Sonntags-Rotschwänzchen scheint sich gelohnt zu haben! Der gestrige Foto-Blick ins Vogelnestchen bzw. eine sehr verwackelte Handy-Videoaufnahme zeigt fünf lebende Vögelchen und ein Ei. Am Sonntag waren es noch fünf Eier und unser Findelvögelchen. :-)
Wie gesagt, die Qualität der Aufnahme ist schlecht, aber das Nest liegt an einer schwer zugänglichen Stelle und mein Freund stand auf der zweitobersten Sprosse einer alten Holzleiter, die oben an der Wand hin und her rutschte während ich versuchte, sie unten irgendwie festzuhalten... Aber eben: Was macht man nicht alles, um sich zu überzeugen, dass bei den Tierchen alles in Ordnung ist! Das Video konnte ich leider nicht auf den PC übertragen, aber ein Foto vom Rotschwänzchen-Nachwuchs kann ich euch immerhin zeigen. Man beachte bitte vor allem die Frisuren! :-)
Liebe Grüsse,
Nadia

Dienstag, 23. Juni 2015

Die Seele der Tiere

Wie gestern schon angekündigt, will ich euch heute ein richtig schönes Buch vorstellen, welches mir der Verlag Bassermann freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Der Titel des Buches ist "Die Seele der Tiere - Gesichter, Gefühle, Geschichten" und es enthält wunderschöne Tieraufnahmen von Walter Schels und berührende Texte von Sabine Schwabenthan.
 
Mir hat es schon das Titelbild angetan, das ein "lächelndes" Schaf zeigt. Das Format des Buches ist schön, gross genug damit die Bilder richtig zu Geltung kommen, es aber trotzdem noch so handlich bleibt, dass man es zum Anschauen nicht auf den Tisch legen muss. Die Bilder sind durchs Band weg einfach wunderbar, alle in schwarz-weiss, also aufs Wesentliche konzentriert, und genau das strahlen die porträtierten Tiere auch aus: Das Wesentliche, also ihre eigene Persönlichkeit, ihren eigenen Charakter, ihre Seele.
(Oder in diesem speziellen Fall auch ihren sehr charmanten Silberblick!)

Die begleitenden Texte von Frau Schwabenthan sind einfühlsam und informativ. Habt ihr beispielsweise gewusst, dass der Löwe unter seiner Schwanzquaste einen Hornstachel hat? Oder dass der Skorpion bis zu zwei Jahre ohne Nahrung auskommt und vier Augen hat? Die Texte haben mir mehr als einmal ein Schmunzeln entlockt, mich aber teilweise auch nachdenklich gestimmt. Im Vorwort schreibt Frau Schwabenthan:
"Stimmt, bei Tieren ist das Gehirn sehr viel weniger oder einfach anders entwickelt, aber was sagt das wirklich über sie aus? Natürlich, schon allein vorurteilsfreier an diese Frage heranzugehen, konfrontiert uns mit einer unangenehmen Wahrheit: dass wir Tieren, egal ob Schlachttier oder aussterbendes Wildtier, viel Schlimmes antun. Ein Teil davon ist unvermeidlich, denn Leben frisst Leben - diesem Naturgesetz sind die Menschen ebenso wie die Tiere unterworfen. Aber vielleicht gehört es zur Menschlichkeit, sich das bewusst zu machen, das damit verbundene Gefühlsdilemma zu ertragen und das Sterben von Tieren ebenso wie ihr Leben zu ehren."
Ein wirklich sehr schönes Buch, das man nach dem Anschauen nicht einfach weglegt und vergisst. Die Bilder bleiben im Gedächtnis und sind eigentlich viel zu schade, in einem Buch zu "verschwinden". Das eine oder andere würde ich mir durchaus als Bild an die Wand hängen, und das Buch selber kann man gut auf dem Sofatisch liegen lassen, da wie gesagt schon das Titelfoto ein Kunstwerk ist. Sicher ist es auch als Geschenk für jeden Tierfreund bestens geeignet.
 
Das Bild der kleinen Maus habe ich verwendet, um endlich einmal die Fototransfertechnik auszuprobieren. Ich wollte mit etwas Kleinem anfangen, und was eignet sich das besser als ein Mäuschen? :-) Es ziert nun ein Kissen für meine Katzen (als ob die beiden sowas brauchen würden - entsprechend irritiert waren dann auch ihre Blicke!), und rein von der Optik her bin ich zufrieden.
Allerdings ist das Kissen gar nicht kuschelig, denn das übertragene Bild ist bretthart. Ein zweiter Versuch wird zeigen, ob ich etwas falsch gemacht habe, oder ob das bei dieser Technik einfach so ist.
Nun wünsche ich euch einen schönen Tag!

Liebe Grüsse,
Nadia

Verlinkt bei Nicole

Montag, 22. Juni 2015

Ein Buch für euch

Nachdem der Sommer am Wochenende eine kleine Pause gemacht hat und ich somit im Garten nichts tun konnte, hatte ich am Wochenende ganz viel freie Zeit. Ich habe gehäkelt, gekocht und gebacken und war (trotz nass-kühlem Wetter) auf einem Spaziergang im Wald.
 
Am Sonntag waren wir bei meinen Eltern zu Besuch, und leider hat sich dort ein Drama abgespielt: Das Rotschwänzchen-Nest auf dem Dachbalken der Garage wurde irgendwann zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen geplündert, und zwar aufs Übelste: Das Nest selber lag auf dem Boden, daneben zwei tote, ganz frische Nestlinge und ein dritter, völlig unbefiedert und mit noch geschlossenen Augen, aber immerhin am Leben und - soweit wir sehen konnten - unverletzt. Das arme Kerlchen lag im kalten Regen, war ganz nass und fühlte sich eiskalt an. Für so kleine Vögelchen ist Wärme aber absolut existenziell. Nur: Woher Wärme nehmen, wenn das Nest kalt und nass und die Geschwister tot sind? Zum Glück haben wir ja bei uns daheim auch brütende Rotschwänzchen. Also haben mein Freund und ich das Vögelchen kurzerhand mit nach Hause genommen und unseren Rotschwänzchen "untergejubelt". Eine Kontrolle ein paar Stunden später hat ergeben, dass die Ersatzmutter ihr Pflegekind wärmt und das Vögelchen noch lebt. Man wird nun sehen, wie es weitergeht, denn so kleine Nestlinge sind ja sehr empfindliche Wesen. Hoffen wir, dass aus dem armen Tierchen bald schon so ein Vögelchen wird:
(Bild vom letzten Jahr)


Da wie gesagt die Gartenarbeit dieses Wochenende wetterbedingt ausgefallen ist, habe ich viel gelesen und geschmökert. Eines dieser Bücher möchte ich euch hier vorstellen.


"Schmuckstücke selbst gemacht - Armbänder, Ketten & Co. mit Wow-Effekt" (Verlag blv), welches mir freundlicherweise von Blogg dein Buch zur Verfügung gestellt wurde.
Das Buch hat ein gutes Format, eine schöne Griffigkeit, der Einband ist matt und das Papier der einzelnen Seiten schön dick. Leider sprechen mich aber die Bilder nicht so an, die Präsentation ist mir etwas zu "retro".
Das Buch beginnt mit einem Vorwort der Autorin, in welchem sie uns von ihrer Inspiration, dieses Buch überhaupt zu schreiben und uns Lesern damit Mut zu machen, ebenfalls mit dem Schmuckbasteln anzufangen, erzählt.
Weiter geht es mit einer Einführung zur Technik, es wird erklärt welche Grundausstattung man benötigt und es folgen Tipps, die meiner Meinung nach manchmal doch etwas zuviel des Guten, sprich zu detailliert, sind. Also ich wäre zumindest von alleine auf die Idee gekommen, den Küchen- oder Wohnzimmertisch vor dem Basteln abzudecken, damit er nachher nicht voller Leim oder Farbe ist... ;-)
Nach der Einführung geht es los mit dem Basteln, den Anfang machen Armbänder. Da hat mich aber ehrlich gesagt kein einziges aus den Schuhen gehauen. Am ehesten würde ich wohl noch dasjenige aus lackierten Kichererbsen anziehen.
Allerdings lohnt sich für mich der Aufwand nicht, denn zig Kichererbsen in den Schraubstock einspannen, ein Loch bohren, lackieren und anschliessend auffädeln... für ein Armband, das mir zwar gefällt, das ich aber ganz ähnlich auch für wenig Geld kaufen kann... Nein, eher nicht (vor allem weil der Lackspray, die Kichererbsen und das restliche Zubehör ja auch etwas kosten).

Nach den Ambändern kommen wir zu den Halsketten. Dort gibt es die eine oder andere originelle Idee, beispielsweise einen kleinen Ast zum Bestandteil einer Kette zu machen. Ebenfalls hübsch finde ich den Vorschlag, aus einer Haselnuss einen Anhänger zu basteln. Leider hat aber die Autorin die Nuss golden lackiert, so dass fast nicht mehr erkenntlich ist, um was es sich handelt. Schade - aber es ist einem ja freigestellt, die Nuss Natur pur zu belassen.
Richtig gut gefällt mir der mit Federn gefüllte Glaskugel-Anhänger, diese Idee habe ich aber schon auf einigen Blogs gesehen, ist also nicht wirklich neu.
Auch im Buch enthalten sind Vorschläge für Ohr- und Fingerringe, Haarklammern, Schlüsselanhänger und Ideen zur Aufbewahrung der Schmuckstücke.

 Der blumige Haarreif gefällt mir gut, tragen würde ich ihn aber troztdem nicht.
Alles in allem enthält das Buch sicher die eine oder andere nette Idee, aber teilweise auch einen gewissen "Kindergarten-Charme", denn zum letzten Mal mit rohen Nudeln gebastelt habe ich tatsächlich im Kindergarten! Den im Buchtitel angekündigten Wow-Effekt habe ich leider gänzlich vermisst.
Da das Buch bei mir ohnehin nur im Regal verschwinden würde, möchte ich es gerne weitergeben. Bekanntlich sind die Geschmäcker ja verschieden, und vielleicht hat jemand von euch Lust, sich eine eigene Meinung zu bilden oder das eine oder andere Schmuckstück nachzubasteln und möchte das Buch gerne haben? Dann hinterlasst bitte im Kommentar eine entsprechende Bemerkung. Sollten sich mehrere Interessenten melden, werde ich am Mittwochabend auslosen.
(Und solltet ihr es nicht hier bei mir gewinnen, könnt ihr es hier bestellen *click*.)

Einen guten Wochenstart und liebe Grüsse,
Nadia

P.S.: Und morgen werde ich euch ein Buch vorstellen, das mir richtig viel Freude bereitet hat. Ihr dürft also gespannt sein. :-)

Samstag, 20. Juni 2015

Wolkengeister

 
Wer sieht nicht Geister
auf den Wolken
beim Untergang der Sonne?

(Philipp Otto Runge)

Ein schönes Wochenende!

Liebe Grüsse,
Nadia

Verlinkt bei Katja

Montag, 15. Juni 2015

Jetzt wird's bunt!

Das tolle Wetter am Wochenende habe ich genutzt und ganz viel Zeit draussen verbracht.
Walderdbeeren genossen,
an Rosen geschnuppert, ein bisschen Unkraut gezupft, grilliert, dem Wasserläufer und dem Rückenschwimmer in meinem kleinen Zinkwannenteich zugeschaut, gelesen und ein bisschen gehäkelt.

Der Verlag Bassermann hat mir nämlich ein Buch zur Verfügung gestellt, das ich euch heute vorstellen möchte:
Schon das Cover fand ich so ansprechend, obwohl es relativ bunt ist. Aber im Sommer darf es gerne mal etwas bunter zu und her gehen als sonst. Nach dem ersten Durchblättern des Buches hat mich nichts mehr gehalten und ich musste sofort Garn kaufen gehen.
Bunt. Denn die schönen Bilder machen wirklich Lust auf Farben.
Das Buch ist in verschiedene Kapitel aufgeteilt, so findet man beispielsweise eine bebilderte Häkelschule für Anfänger, Wohnaccessoires, Verschiedenes für Frühling und Sommer, dann Herbst und Winter und ein separates Kapitel zum Thema Weihnachten. Das fand ich allerdings überflüssig, denn wirklich weihnachtlich war für mich da ehrlich gesagt nichts.
Grundsätzlich wurde auch in diesem Häkelbuch natürlich nicht das Rad neu erfunden und vermutlich würde man ähnliche Anleitungen auch im Internet finden - aber ganz ehrlich: Im Internet surfen macht doch nicht mal halb so viel Spass wie in einem Buch zu blättern, die schönen Bilder immer wieder zu betrachten und sich zu überlegen, was man alles nacharbeiten möchte.
Bei mir waren es zuerst die niedlichen Apfelhüllen, die man auch auf dem Cover sehen kann. Also ran an die Häkelnadel, und innert kürzester Zeit (das Buch wird seinem Titel "Schnell gehäkelt" wirklich gerecht!) war die Hülle gemäss Anleitung fertig - nur leider war nirgendwo ein Apfel aufzutreiben der klein genug für die Hülle war. Für ein Hühnerei war sie dann doch eine Nummer zu gross und nun frage ich mich, wem ich dieses Häkelmäntelchen wohl anziehen soll. Vielleicht einer richtig dicken Kiwi? :-)
Die Lust auf weitere Apfelhüllen war mir vorerst vergangen (ich mag es nicht, wenn ich mich genau an die Anleitung halte, das Ergebnis dann aber doch nicht so wird, wie es eigentlich sollte), aber nicht die Lust am Häkeln. Die Sofadecke, die ebenfalls auf dem Cover zu sehen ist, hat es mir so richtig angetan - aber ich habe schon so viele Decken, dass ich sie nicht nacharbeiten werde (oder vielleicht doch? Für laue Sommerabende auf der Terrasse?). Die kleinen Schwestern einer Grannydecke sind ja bekanntlich Grannykissen, also habe ich mir Häkelnadel, Garn und Buch geschnappt, es mir im Strandkorb gemütlich gemacht und losgelegt. Und ich kann sagen: Der Titel des Buches ist Programm: An einem Sonntagnachmittag habe ich "schnell" fast die halbe Vorderseite eines Kissens gehäkelt! Das Muster der Grannys ist so simpel, dass man es nach vier Runden auswendig kann und es sich quasi "von alleine" häkelt. So kommt man natürlich schnell voran.
Das Vernähen der vielen Fäden ist dann wieder eine andere Sache... ;-)
Alles in allem ist es ein tolles Buch mit einigen herzigen, nacharbeitenswerten Ideen, auch wenn jetzt nicht etwas wirklich Neues zu finden ist (bis auf die Anleitung, wie man Grannys direkt während des Häkelns zusammenfügen kann - das kannte ich so bisher noch nicht und finde es super!).
Auf das Kissen werden sicher noch einige andere Kleinigkeiten folgen, die ich euch natürlich dann zeigen werde.

Ich wünsche euch einen schönen Start in die Woche.

Liebe Grüsse,
Nadia