Montag, 27. Juli 2015

Die Libelle und das Kreidemädchen


Als ich kürzlich ganz gemütlich im Liegestuhl lag und ein Buch las, hat sich auf der Wiese nebenan eine Libelle niedergelassen.
Zum Glück hatte ich meinen Fotoapparat dabei und ebenfalls zum Glück stand die Libelle ganz offensichtlich gerne für ein paar Bilder Model, bevor sie sich auf den Weiterflug machte.
Mir haben es ganz besonders ihre Flügel angetan. Wie schön sie sind!
Die Fotos sind mein Beitrag zum Makro-Montag.

Und dann habe ich mal wieder ein Buch, das ich euch vorstellen möchte. Nämlich dasjenige, das ich beim Besuch der Libelle gerade gelesen habe:

Das "Kreidemädchen" von Carol O'Connell, erschienen im Verlag btb.


Der Einstieg in die Geschichte war für mich etwas schwierig, da der Schreibstil der Autorin mich zu Beginn irgendwie irritiert hatte. Ich hatte das Gefühl, ich würde mich durch die 541 Seiten durchkämpfen müssen. Nach einer kurzen "Eingewöhnungszeit" war ich aber völlig gefesselt von der Geschichte, gefesselt von den Personen und gefesselt davon, wie grausam Menschen (oder eben Thrillerfiguren) sein können.
Die Geschicht nimmt im Central Park ihren Anfang, wo man mit einer Rattenplage zu kämpfen hat, wo Menschen wie Pakete verschnürt hoch in Bäumen zum langsamen, qualvollen Sterben aufgehängt werden, wo eine Lehrerin auf einem Schulausflug zu Tode kommt und wo ein kleines, einsames Mädchen aufgegriffen wird, das aussieht wie eine Fee mit seinen roten Haaren, der blassen Haut und dem breiten Lächeln.
Detective Kathy Mallory bearbeitet den Fall der in den Bäumen Aufgehängten, in dem auch das kleine Feenmädchen eine Rolle spielt. Dabei baut sie eine Art Beziehung zu dem Kind auf und offenbart dem Leser ihren irritierenden Charakter, der einen (mich) immer schwanken lässt zwischen Sympathie, Abneigung und manchmal sogar Empörung.
Jedes Kapitel wird mit einem kurzen Text eines "Ernest Nadler" eröffnet, von dem man zu Beginn nicht weiss, um wen es sich dabei handelt und was seine Rolle in der Geschichte ist. Je tiefer man jedoch in die Story vordringt, umso bedeuender werden die Anmerkungen von Ernest Nadler...
Die Geschichte ist spannend, durchdacht und vielschichtig aufgebaut, dabei aber immer problemlos verständlich, so dass man gut nachvollziehen kann, was passiert. Für mich ist das wichtig. Ich mag es gar nicht, wenn die Handlungen und Beziehungen in einem Buch so kompliziert sind, dass man nebenher fast noch Namenslisten, Stammbäume und Verwandtschaftstabellen führen muss, um die Handlungen nachvollziehen zu können.
Ein Thriller, der zwar nicht vollständig auf blutige Schilderungen verzichtet, hauptsächlich aber von der psychischen Grausamkeit lebt, zu der Menschen fähig sein können und den Leser damit in seinen Bann zieht. Und so war ich auch sehr überrascht (und tatsächlich ein bisschen enttäuscht), auf einmal schon auf der letzten Seite angelangt zu sein.
Und nachdem ich nun den Einstieg in den Schreibstil von Carol O'Connor gefunden habe, giere ich nach mehr. :-) Es wird bestmmt nicht das letzte Buch gewesen sein, das ich von dieser Autorin gelesen habe.

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche.
Liebe Grüsse,
Nadia

verlinkt bei
MakroMontag
MacroMonday

und bei Nicole's "Buch des Monats"

Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Hallo Nadia,
    das erste Foto ist der absolute Knaller, mein Lieblingsfoto <3
    Sonnige Grüße, Bianca

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  3. Liebe Nadia!
    Was für tolle Bilder. Libellen haben echt schön was faszinierendes an sich.
    Hab noch einen schönen Tag!
    LG Vanessa

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  4. Die Libelle schau so wunderschön aus, liebe Nadia!! Ich staune immer wieder wie erfinderungsreich die Natur in der Vergabe von Form und Farbe ist ;)) wunderschön eingefangen!! Einen guten Start in die Woche, Nicole

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  5. Ist das toll und umsomehr ärgere ich mich, dass mir gestern eine entfleucht ist.

    grrrr!

    Lieben Gruß Eva

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  6. Tolle Aufnahmen, die Flügel sind einfach der Hammer.
    LG Doris

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  7. Wunderschöne Bilder von der Libelle. Die Flügel finde ich auch sehr faszinierend.
    Liebe Grüsse
    Barbara

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  8. Liebe Nadia,
    das sind tolle Fotos! Schön das dein Model so schön still gehalten hat. Die Augen, die Flügel und das Muster am Körper sind der Hammer. dieses Tier mal so ganz im Detail zu sehen ist super! Danke für die schönen Bilder.
    Liebe Grüße Annisa

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  9. I love shooting dragonflies... but I believe yours are among the best I've seen!
    Nice macros.
    Thanks for linking up at http://image-in-ing.blogspot.com/2015/07/variations.html

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  10. Liebe Nadia
    Die Libellenfotos sind toll! Da hattest du wirklich Glück, dass sie einen Moment still gehalten hat. Die Flügel sind richtige Kunstwerke, die nur die Natur zustande bringt. Hab eine schöne Woche und ganz liebe Grüsse
    Nadja

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  11. Hallo Nadia, ein Libellenbesuch... das ist ja mal eine schöne Leseunterbrechung. Die Flügel sind wirklich beeindruckend. Das Buch klingt sehr spannend und wäre auch etwas für mich. Bei deiner Vorstellung musste ich an der Stelle mit den "Namenslisten und Verwandtschaftsbeziehung mitschreiben" ein wenig schmunzeln. Bei ganz dicken Wälzern hatte ich schon ein-zwei-Mal wirklich daran gedacht :-).
    Liebe Grüße.
    Christine

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  12. S-E-N-S-A-T-I-O-N-E-L-L diese Aufnahmen von den Flügeln! Und auch das Bild vom Kopf ist super. I LIKE!

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  13. Tolle Libellenfotos!!!!

    Liebe Grüße
    Judith

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  14. Hallo Nadia,
    die Bilder von der Libelle sind fantastisch.
    Die Flügel sind so filigran.
    Dafür sind die Augen so groß.
    Danke Dir auch für die Vorstellung von Deinem Buch. Im Moment liest Du ja wie verrückt....finde ich toll!
    Dir einen schönen Abend, ganz liebe Grüße
    Nicole

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  15. Die Libelle ist ein Traum!!! So tolle Fotos!
    Hab eine feine Zeit
    Elisabeth

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